Aktuell sind die Augen der Marktteilnehmer auf die Leitzinsrate der US-Notenbank gerichtet, die laut eigenen Angaben eine Anhebung der Zinsrate in Erwägung zieht. Darüber hinaus sind für diese Woche einige Auktionen -drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel- anberaumt. Sollten Langzeit-Anleihen aufgrund von großer Nachfrage steigen, könnte dies auf dem US-Dollar schwer lasten, was wiederum den USD-Aufwärtstrend, der sich aus den letzten US-Arbeitsmarktdaten ergab, bremsen könnte.
Wirtschafts News
USD
USD Trendumschwung - Wie lange hält er an?
Die überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung außerhalb des Agrarsektors (Nonfarm Payrolls) am vergangenen Freitag, verhalfen dem USD und seinen Crossen zu einem beeindruckenden Trendwechsel. Die US-amerikanische Währung gewann einen Großteil seiner Verluste der letzten 2 Wochen zurück und konnte dementsprechend wichtige Widerstands- sowie Unterstützungsmarken überwinden. EUR/USD wurde am Freitagmittag über der 1,4200-Marke gehandelt. Aktuell notiert das Währungspaar wieder unter 1,4000. GBP/USD erreichte zeitweise die 1,6200-Marke. Zum frühen Morgenhandel heute, rutschte das Paar wieder bis auf 1,5950 ab. Diese Tendenzen der Währungspaare sind ein Beispiel für die umfassenden Kursbewegungen, die sich insgesamt für den Dollar am späten Freitagnachmittag ergaben.Wenn man die Kursbewegungen des heutigen Handelstages näher betrachtet, scheinen die Arbeitsmarktzahlen vom Freitag, den Marktoptimismus in die US-Wirtschaft weiterhin aufrecht zu erhalten. Demnach können Anleger auch heute davon ausgehen, dass sich die Trendwende für die USD-Paare und -Crosse fortsetzen wird, die jedoch bis Handelsschluss abebnen könnte. Zu früher Handelsstunde heute Morgen schien sich der Dollar zeitweise zu stabilisieren und sich gegenüber den übrigen Hauptwährungen im neutralen Bereich zu bewegen. Angesichts eines eher ruhigen Börsengangs in den USA, werden sich die Tendenzen für den US-Dollar heute voraussichtlich nicht verändern.In der gesamten Wirtschaftswoche werden nur wenige Indikatoren erwartet, die, wie in der vergangenen Woche, Einfluss auf den Dollar nehmen könnten. Anleger sollten sich demnach auf eine Fortsetzung der jüngsten Markttrends einstellen, die primär auf einen Mangel an Konjunkturdaten zurückzuführen sind. Wichtiges Ereignis wird jedoch das bevorstehende Gipfeltreffen der G8 in dieser Woche sein. Die Gruppe der Acht gilt nicht als internationale Organisation, sondern vielmehr als internationales Netzwerk. Demnach treffen sich offiziell die Finanzchefs und Notenbanker der Mitgliedsstaaten auf höchster Ebene, um die aktuellsten Aspekte der globalen Wirtschaftslage zu diskutieren. Die Ergebnisse des Treffens könnten ihren Einfluss auf die Kursbewegungen der Hauptwährungen wie USD nehmen.
EUR
Ist die EUR-Stabilität ein Mythos?
Seitdem der EUR jüngst ein neues Rekordhoch für 2009 gegenüber dem USD erreicht hat, scheint die Währung an Stärke zu verlieren. Die positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten der letzten Woche verpassten dem EUR einen Dämpfer. Während die europäische Währung noch vor einigen Tagen bei 1,4330 zum USD sowie bei 0,8867 zum GBP gehandelt wurde, notiert sie aktuell bei 1,3985 bzw. 0,8773. Dies verdeutlicht einen erheblichen Wertverlust innerhalb einer äußerst kurzen Zeitspanne.Laut Experten lassen sich viele Händler vom USD-Kauf der letzten Woche mitreißen, was bedeuten könnte, dass der EUR weiterhin bärische Ergebnisse verzeichnen wird. Bereits im Vorfeld sagten einige Analysten voraus, dass sich für den EUR Abwärtstendenzen ergeben werden, sobald die Währung die Widerstandsmarke bei 1,4300 gegenüber dem USD erreichen würde. Die Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern scheint nach wie vor zu gering, um eine nachhaltig zinsbullische Bewegung für den EUR zu stützen. Dementsprechend erwarten Experten kurzfristig einen EUR-Abwärtstrend gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen, bevor sich zinsbullische Tendenzen wieder einstellen könnten.Auch um den EUR wird es heute verhältnismäßig ruhig bleiben, da nur wenige Datenveröffentlichungen aus Europa vorgesehen sind. Dies könnte wiederum bedeuten, dass sich der Abwärtstrend des EUR heute und auch im Laufe der Woche fortsetzen wird. Nur einige wenige Indikatoren werden veröffentlicht, die Einfluss auf den EUR nehmen könnten. Der EUR wird seine Stärke der vergangenen Woche wohl kaum zurückerlangen.
JPY
Richten Sie Ihr Augenmerk in dieser Woche auf den Yen
Die US-Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche, trieben den USD-Wert deutlich in die Höhe. Die Wirkung auf den JPY war, wie auch bei den übrigen Hauptwährungen, deutlich zu beobachten. Aktuell notierte USD/JPY zum frühen Morgenhandel bei 98,50, nachdem das Währungspaar noch am Freitagmorgen bei 96,50 gehandelt wurde. Der Anstieg der US-Märkte steigerte die Attraktivität der Safe-Haven-Währung USD gegenüber der Carry-Trade-Währung JPY.Da in dieser Woche eine große Anzahl an Wirtschaftsdaten aus Japan erwartet wird, könnten sich für die japanische Währung hohe Kursschwankungen ergeben. Veröffentlichungen wie die Geldmenge M2, die endgültigen Zahlen zum BIP sowie die Kernrate der Maschinenbestellungen werden den Marktteilnehmern einen tiefen Eindruck in die Wirtschaftslage des Inselstaats verschaffen. Zweifelsohne sollten Sie den japanischen Yen in dieser Woche nicht aus den Augen verlieren.
Rohöl
Ölpreise wieder runter auf $65 pro Barrel
Der Kursanstieg der vergangenen Woche bis auf die $70-Marke pro Barrel, könnte dem Zufall zuzuschreiben sein. Wie gewohnt verzeichnet der Rohstoff Verluste, sobald der US-amerikanische Dollar in seinem Wert steigt. Einige Analysten hatten davor gewarnt, dass der jüngste Aufwärtstrend für Rohöl dem Preisanstieg vom Sommer 2008 ähnelte, der eine große Rolle in der globalen Wirtschaftskrise spielte. Sollten die Ölpreise nicht zu kontrollieren sein, könnte dies die Erholung der Wirtschaftslage nur erschweren.In dieser Woche werden die Ölpreise vorwiegend vom USD bestimmt werden. Allem Anschein nach, wird der Dollar seinen zinsbullischen Trend fortsetzen, was wiederum bedeutet, dass die Ölpreise in den kommenden Tagen weiter sinken könnten. Da keine Konjunkturdaten von Bedeutung auf der US-Wirtschaftsagenda stehen, die den USD neu bewerten könnten, scheinen die Trends verhältnismäßig prognostizierbar und stabil im Vergleich zu anderen Handelswochen. Ein vernünftiger Richtpreis von $65 pro Barrel ist kurzfristig zu erwarten.
Technische News
EUR/USD
Der Abwärtstrend dieses Paares breitet sich in vollem Umfang aus. Das rückläufige Momentum auf der Tages-Chart bleibt nach wie vor unberührt, während das Paar mittlerweile in dessen Mitte schwankt. Auch die Stunden-Chart bestätigen diese Tendenz. Dennoch verdeutlicht der RSI, dass die fortwährend rückläufige Preiskorrektur bald ein Ende finden könnte. Anleger sollten sich den momentanen Abwärtstrend zu Nutze machen.
GBP/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Abwärtstrends und ist in den letzten Tagen um über 200 Punkte abgerutscht. Aktuell verdichten sich die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass eine heftige Bewegung bevorsteht. Darüber hinaus wird ein abwärtsgerichtetes Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart deutlich, das auf ein Fortdauern der Abwärtstendenzen hinweist.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt nach wie vor Kursschwankungen und konnte bislang keinen bedeutenden Durchbruch erzielen. Zuletzt wurde USD/JPY um die 98,30-Marke gehandelt. Dennoch verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass ein bärisches Momentum entstehen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.
USD/CHF
Dieses Paar befindet sich inmitten eines starken Abwärtstrends, der langsam ein Ende findet. Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Der RSI der 4-Stunden-Chart signalisiert, dass eine zinsbullische Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht. Anleger sollten jedoch deutlichere Signale auf der Stunden-Chart abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Ölpreise sind in der vergangenen Woche deutlich gestiegen und erreichten die $69,19-Marke pro Barrel. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch bereits im "überkauften" Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und sich eine Abwärtspreiskorrektur einstellt. Hier könnte sich Forex Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt einzusteigen.
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