Sonntag, 21. Juni 2009

Konjunkturdaten der Philadelphia-Fed kurbeln Dollar an

Der Philadelphia Manufacturing Index, der die Konjunkturlage der Philadelphia Notenbank-Region beschreibt, sowie weitere positiv ausgefallene US-Wirtschaftsdaten, trieben den Kurs des Dollars gestern in die Höhe. Dadurch ergab sich eine Trendwende in den USA. Neuer Optimismus verbreitet sich aktuell unter den Marktteilnehmern und schürt die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Rezession. Hier bietet sich Forex-Anlegern eine gute Gelegenheit, diesem Markt beizutreten. Investoren profitieren jetzt vom gestrigen zinsbullischen Dollar.



Wirtschafts News

USD
Dollar-Kurs steigt aufgrund Prognose der Leitzinsrate


Der US-Dollar verhielt sich am Donnerstag zinsbullisch gegenüber EUR und Yen, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht verdeutlichte, dass die Zahl der Arbeitslosen in den USA in der ersten Juni-Woche überraschend stark zurückgegangen war. Der USD kletterte um 38 Punkte gegenüber dem EUR in die Höhe und schloss bei $1,3917, während die amerikanische Währung gegenüber dem japanischen Yen um 0,9% auf 96,58 stieg. Darüber hinaus gingen die Kurse von US-Staatsanleihen gestern etwas schwächer in den Handel und die Renditen legten dementsprechend zu, was den Dollar weiter stützte. Die höheren Raten für US-Investitionen im Vergleich zum Rest der Welt sollen, Experten zufolge, den USD mittelfristig in ein attraktiveres Licht gegenüber den Gegenwährungen rücken. Zu Handelsbeginn schwächelte der Dollar jedoch zunächst, da Anleger wieder einmal mutmaßen, ob die US-Notenbank ihren Leitzins noch in diesem Jahr anheben wird. Inzwischen glauben lediglich 45% der Marktteilnehmer an die finanzpolitische Maßnahme. Zuvor waren es noch 64%. In der aktuellen Handelswoche wurde der Dollar in einer Spanne zwischen $1,3750 und $1,4001 pro EUR gehandelt. Noch am 3. Juni erreichte die Währung ein 6-monatiges Rekordtief bei $1,4338, nachdem deutlich wurde, dass die US-Regierung fast die Hälfte ihrer geplanten Ausgaben in diesem Jahr mit Geldaufnahmen finanzieren muss.Da heute keine Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht werden, blickt die Finanzwelt auf das Treffen der amerikanischen Notenbanker in der kommenden Woche. Die Ergebnisse des Fed-Meetings am Dienstag sowie die Marktreaktionen auf mittel- und langfristige US-Anleihen sollen, Analysten zufolge, die Richtung des US-Dollars in naher Zukunft bestimmen.

EUR
EUR-Kursanstieg gegenüber CHF


Der EUR kletterte gegenüber dem Schweizer Franken am Donnerstag bis auf ein neues Rekordhoch bei 1,5144 Franken. Händler berichteten von Spekulationen um eine Intervention der Schweizer Notenbank (SNB) zur Abwertung des Franken. Die SNB machte deutlich, dass sie gegen eine weitere Aufwertung des Schweizer Franken zum Euro angehen wollte. Analysten zufolge wird die schweizerische Währung jedoch zum Euro wieder aufwerten, sobald die SNB in ihrem Standpunkt, die Landeswährung zu drücken, nachgibt. Darüber hinaus verbuchte der EUR gestern gegenüber 12 der 16 Hauptwährungen Kursgewinne. Experten erwarten, dass die EZB-Leitzinsrate noch für einige Zeit stabil bleibt, was die Attraktivität der 16-Nationen-Währungn zunächst aufrechterhalten sollte. Auch gegenüber dem Britischen Pfund Sterling konnte der EUR zum zweiten Tag infolge Boden gutmachen. Die Einzelhandelszahlen in Großbritannien waren im Monat Mai zum ersten Mal in drei Monaten überraschend zurückgegangen. Dementsprechend stieg die europäische Währung bis auf 0,8604 zum Pfund Sterling an und könnte die 90 Pence-Marke möglicherweise in den nächsten drei Monaten noch erreichen. Zum USD rutschte der EUR gestern von $1,3955 auf $1,3917 ab. Nachdem die Gemeinschaftswährung die Marke bei $1,40 nicht überwinden konnte, sind sich die Anleger derzeit einig, dass der EUR vorerst keine weiteren Aufwärtstendenzen einschlagen wird.

JPY
Yen verliert gegen Hauptwährungen


Der japanische Yen verzeichnete gestern Kursverluste gegenüber den 16 Hauptwährungen, nachdem US-Wirtschaftsberichten zufolge, endlich ein Ende der schlimmsten Rezession der Nachkriegszeit abzusehen sei. Zum EUR blieb der JPY zum dritten Tag infolge schwach, nachdem sich die Marktteilnehmer weitaus risikobereiter zeigten, als in der vergangenen Woche. Japans Währung schloss bei 134,43 pro EUR und rutschte auf 96,58 pro US-Dollar ab. Am deutlichsten waren die Kursverluste gegenüber dem Australischen und Neuseeländischen Dollar, nachdem die Weltbank ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in China nach oben korrigiert hat. Demnach gehe man von einem Wachstum von 7,2% im laufenden Jahr aus. Zuletzt hatte die Weltbank eine Zunahme von 6,5 Prozent erwartet. Dennoch könnte der JPY in der kommenden Woche wieder Kursgewinne gegenüber Dollar und EUR verbuchten. US-Berichten zufolge wurde zu Beginn der Woche bereits deutlich, dass das Vertrauen der Wohnungsbauer im Monat Juni unerwartet nachließ und die Industrieproduktionszahlen zum siebten Monat infolge zurückgegangen waren. Viele Investoren sind der Ansicht, dass eine Erholung der Wirtschaftslage länger dauern wird, als erwartet. Der Yen-Kurs wird voraussichtlich weiter nachlassen, sollte sich wieder vermehrt abzeichnen, dass die Konjunkturkrise endlich nachgibt.

Rohöl
Ölpreise steigen aufgrund positiver US-Prognose


Rohöl beendete den volatilen Handelstag am Donnerstag mit einem Anstieg von 49 US-Cent bei $72,00 pro Barrel. Der Rohstoff verbuchte Gewinne, nachdem positive US-Konjunkturdaten die Hoffnung auf eine baldige Erholung der globalen Wirtschaftslage stärkten. Die Ölpreise sind seit Februar um fast das Doppelte angestiegen. Dennoch sind Anleger der Ansicht, dass die Preise die tatsächlichen Fundamentaldaten nicht widerspiegeln, so dass diese einer Wirtschaftserholung selbst im Weg stehen könnten. In der letzten Handelswoche war Rohöl bis über $72 angestiegen. Beim Ölpreis waren neue Anschläge auf Ölfördereinrichtungen in Nigeria sowie ein nach wie vor schwacher USD verantwortlich. Darüber hinaus stieg der Bedarf an hedge-basierten Rohöl-Investments unter den Händlern. Es ist davon auszugehen, dass die Ölpreise ihren zinsbullischen Trend auch in den kommenden Wochen fortsetzen werden.

Technische News

EUR/USD
Für dieses Paar ergab sich gestern eine bärische Trendwende. EUR/USD erreichte die 1,3917-Marke. Der RSI der Stunden-Chart und der Slow Stochastic der Tages-Chart weisen darauf hin, dass diese bärischen Tendenzen von kurzlebiger Natur sind. Eine zinsbullische Bewegung kann sich jederzeit wieder einstellen. Bei diesem Währungspaar zu einem frühen Zeitpunkt einzusteigen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Das Aufwärtsmomentum dieses Paares scheint noch so einiges Potential in sich zu tragen. Der MACD der 4-Stunden-Chart und der RSI der Tages-Chart bestätigen diese Neigung. Dem zinsbullischen Trend jetzt beizutreten, könnte auch hier eine gute Strategie sein.

USD/JPY
Dieses Paar verhielt sich in letzter Zeit äußerst zinsbullisch und wird derzeit bei 96,76 gehandelt. Der MACD der 4-Stunden-Chart stützt dieses zinsbullische Verhalten, während der RSI der 4-Stunden-Chart im Widerspruch dazu steht. Klare Signale abzuwarten, könnte heute die richtige Wahl bei diesem Paar sein.

USD/CHF
USD/CHF wurde letztlich zwischen 1,0750 und 1,0900 gehandelt. Allem Anschein nach lässt der zinsbullische Trend dieses Paares nach. Eine bärische Preiskorrektur kündigt sich bereits an. Dieser Trend wird vom RSI der Stunden- und Wochen-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.

Die Wild-Card

EUR/NOK
Der Kurs dieses Paares wird hauptsächlich von den Kursschwankungen der Devisenmärkte bestimmt. In den vergangenen zwei Tagen verzeichnet EUR/NOK jedoch einen deutlichen Anstieg. Darüber hinaus unterstützen die Bollinger Bands der Stunden-Chart sowie der RSI der Tages-Chart diese Tendenz. Bei diesem gefragten Trend zum jetzigen Zeitpunkt einzusteigen, könnte heute die richtige Entscheidung für Forex-Anleger sein.

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