Der Dollar befand sich gestern im Vergleich zu den meisten seiner Währungspartner im Aufschwung, da sich wieder einmal die Frage nach der globalen Leitwährung stellte. Schuld daran waren die schlechten US-Arbeitsmarktdaten die aufzeigten, dass die Arbeitslosenzahlen in den USA weitaus kräftiger angestiegen sind als ursprünglich von Experten erwartet. Das kurbelte die Nachfrage nach Safe-Hafen-Währungen wie dem USD und dem JPY an. Als Folge des starken Dollar purzelte allerdings der Rohölpreis. Händler sollten sich heute bei ihren Geschäften auf USD, EUR, JPY und Gold konzentrieren, da hier bei der Volatilität am Markt mit großen Gewinnen gerechnet werden kann.
Wirtschafts News
USD
Dollar verzeichnet Gewinne angesichts der US-Arbeitsmarktdaten
Der Dollar verzeichnete am Donnerstag in etwa 1% Gewinne verglichen zum EUR und den kanadischen und neuseeländischen Währungen, nachdem die US-Regierung mehr Arbeitsplatzverluste als erwartet bekannt gab, was der Sorge betreffend wirtschaftlicher Erholung neuen Nachdruck verlieh und den Reiz des Dollar als Safe-Hafen-Währung verstärkte. Laut Regierungsbericht wurden im Juni von US-Firmen, weit mehr als erwartet, 467.000 Arbeitsplätze gestrichen, was die Arbeitslosenquote auf 9,5% ansteigen ließ. Der Dollarkurs profitierte auch von Äußerungen von Offiziellen des chinesischen Außenministeriums hinsichtlich Spekulationen über eine Änderung der globalen Leitwährung. Es sollte auch bedacht werden, dass die gestrigen Daten der Risikobereitschaft von Investoren einen Dämpfer verpassten, was dazu beitrug den Yen im Vergleich zum Dollar leicht ansteigen zu lassen. Folglich schloss der Dollar den Handel am Donnerstag bei 95,95 Yen, gegenüber einem Vorwert von 96,60. Auf die gesamte Woche gesehen hat der Dollar zum Yen jedoch immer noch einen Anstieg von 0,5% zu verzeichnen.Der Dollar sieht sich jedoch auch einigen Risiken ausgesetzt. Experten sind der Ansicht die schlechten US-Arbeitsmarktdaten verstärken den bereits vor der Veröffentlichung vorhandenen Trend an den Devisenmärkten, dass der Dollar überkauft sei. Händler ziehen immer noch andere Währungen dem Dollar vor, und mittelfristig herrscht die Neigung den Dollar zu verkaufen. Da heute nur wenige Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet werden, dürften sich Investoren eher auf Fakten berufen, die dem USD zum Schaden gereichen können, wie Steuermindereinnahmen und Inflation.
EUR
Leitzinsentscheidung lässt EUR-Kurs purzeln
Die europäische Währung verzeichnete gestern zu US-Dollar und Yen leichte Rückgänge, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) wie erwartet bekannt gab, den Leitzinssatz unverändert bei 1% zu belassen. Die EZB hielt auch an dem geplanten Aufkauf von Covered-Bonds fest. Zum Rückgang des EUR trug auch bei, dass angenommen wird, dass EZB Offizielle heute bekunden werden, dass sie keine Notwendigkeit für weitere Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft der Eurozone sehen.Analysten sind der Ansicht der Rückgang des EUR fand statt, nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, sich dahingehend äußerte, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten der Eurozone für den Rest des Jahres noch ziemlich schwach ausfallen werden und eine größere Form der Erholung erst Mitte 2010 zu erwarten sei. Der EUR schloss bei $1,3980 gegenüber $1,4115 am Vortag. Zum Yen fiel der EUR auf 134,15 Yen, gegenüber Vorwert von 136,53 Yen. Die 16-Nationen-Währung könnte im Vergleich zum Dollar in der kommenden Woche auf ihren niedrigsten Stand seit 2 Monaten absinken, da angesichts der US-Arbeitsmarktdaten für Juni die Risikobereitschaft drastisch zurückgegangen ist.
JPY
Der Yen profitiert vom Safe-Hafen-Status
Der japanische Yen machte am Donnerstag im Vergleich zu allen 16 Haupt-Währungen Kursgewinne, nachdem ein US-Regierungsbericht darlegte, dass im Juni weit mehr Arbeitsplatzverluste zu verzeichnen waren als von Experten ursprünglich angenommen. Das veranlasste Investoren ihre höhere Erträge abwerfenden Anlagewerte zu veräußern. Der Yen stieg den zweiten Tag in Folge im Vergleich zum EUR, und die asiatischen Aktienmärkte mussten aufgrund der Befürchtungen die weltweite Rezession werde auch weiterhin anhalten Verluste hinnehmen, was wiederum die Nachfrage nach dem Safe-Hafen-Yen ankurbelte. Der Yen stieg auf 134,21 zum EUR gegenüber 136,33 gestern in New York. Zum Dollar stieg der japanische Yen auf 95,95 Yen, gegenüber Vorwert von 96,60. In Zeiten finanzieller Unruhe beweist die japanische Währung traditionell Stärke, da Japans Handelsüberschuss die Währung attraktiv erscheinen lässt, weil die Nation nicht auf ausländische Darlehensgeber angewiesen ist. Darüber hinaus wird auch der Dollar gekauft, da er die wichtigste Leitwährung der Welt ist.
Rohöl
US-Arbeitsmarktdaten lassen Rohölpreis auf tiefsten Stand seit 1 Monat sinken
Der Rohölpreis purzelte am Donnerstag um etwa 4% auf den niedrigsten Stand in diesem Monat. Der Rohölpreis musste ebenfalls den dritten wöchentlichen Rückgang in Folge verzeichnen, da enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten die Befürchtungen hinsichtlich einer nicht so schnell stattfindenden Erholung der US-Wirtschaft wieder anfachten. Zum Rückgang des Ölpreises trug auch die vergleichsweise Stärke des US-Dollar bei. Letztlich half auch das Überangebot von Rohöl am Markt den Ölpreis zu schwächen. Falls die Situation so bestehen bleibt dürfte es sehr unwahrscheinlich sein, dass die OPEC bei ihrem nächsten Treffen am 9. September eine Steigerung der Fördermengen beschließen wird. Analysten gaben zu Bedenken, dass die enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten dazu Anlass geben könnten, die Hoffnungen auf eine baldige US- und weltweite wirtschaftliche Erholung zu überdenken. Der Bericht bestätigt nur was wir schon zu Anfang der Woche beim reduzierten US-Verbrauchervertrauen erlebt haben. So wird die Nachfrage nach Rohöl weiterhin gering bleiben und auch in die kommende Woche hinein wird der Rohölpreis unter Druck stehen.
Technische News
EUR/USD
Die EUR/USD-Paarung stürzte gestern bis auf 1,3927. Laut Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart scheint sich das Paar im überkauften Bereich zu bewegen, und für heute dürfte noch mit einer Aufwärtsbewegung zu rechnen sein. Allerdings besagen Slow Stochastic auf dem Tages-Chart und MACD auf dem 4-Stunden-Chart, dass sich der Abwärtstrend heute noch fortsetzen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte die Gelegenheit bieten heute große Gewinne zu verzeichnen.
GBP/USD
Diese Paarung wies in den zurückliegenden Tagen viel rückläufiges Verhalten auf. Die technischen Daten deuten allerdings darauf hin, dass sich dieser Trend schon sehr bald umkehren könnte. So zeigt zum Beispiel der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart dass eine zinsbullische Umkehr bevorsteht. Einen solchen Aufwärtstrend zeigt auch der MACD auf dem Stunden-Chart an. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute auszahlen.
USD/JPY
Die USD/JPY-Paarung zeigte sich in den letzten 2 Tagen rückläufig und steht derzeit beim Wert von 95,86. Die Oszillatoren auf den Tages-Charts sind was diese Paarung betrifft etwas irreführend. Bei genauerer Betrachtung deutet der RSI auf dem Wochen-Chart heute auf eine weitere Rückläufigkeit dieser Paarung hin, wohingegen der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart eine heute stattfindende zinsbullische Umkehr aufweist. Bei dieser Paarung erst einzusteigen wenn sich klarere Signale abzeichnen dürfte für heute eine kluge Entscheidung sein.
USD/CHF
Diese Paarung handelte in den vergangenen 3 Tagen in einer Spanne zwischen 1,0700 und 1,0910. Der MACD auf dem Stunden-Chart lässt den Schluss zu, dass der USD/CHF-Paarung langsam die Kraft ausgeht und dass wir beim heutigen Handel ein rückläufiges Verhalten erleben werden. Das wird auch vom Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich für heute als eine kluge Vorgehensweise herausstellen.
Die Wild-Card
Silber
Silber hat eine ziemlich triste Woche hinter sich, fiel um über 50 Pips und handelt derzeit um den Wert von 13,45. Die Oszillatoren auf den Tages-Charts deuten jedoch auf eine heutige zinsbullische Umkehr hin. Das wird auch vom Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart und dem Wochen-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute als gute Strategie erweisen um Silber hat eine ziemlich triste Woche hinter sich, fiel um über 50 Pips und handelt derzeit um den Wert von 13,45. Die Oszillatoren auf den Tages-Charts deuten jedoch auf eine heutige zinsbullische Umkehr hin. Das wird auch vom Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart und dem Wochen-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute als gute Strategie erweisen um Forex -Händlern noch zu Wochenschluss-Gewinnen zu verhelfen.
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