Freitag, 3. Juli 2009

US Arbeitslosendaten bestimmen heute die Volatilität des Dollar

Es wird angenommen, dass der Devisenmarkt heute (Donnerstag) große Volatilität aufweisen wird, da in den USA um 12:30 MGZ die Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) erwartet wird. Von dem Mindestbietungssatz des EUR um 11:45 MGZ und dem Bericht über Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung in den USA um 12:30 MGZ wird ebenfalls erwartet, dass sie den Handel der USD-, EUR- und GBP-Paarungen dominieren werden. Händler tun gut daran bei den Haupt-Währungspaarungen rechtzeitig einzusteigen um von der Risikobereitschaft zu profitieren.


Wirtschafts News

USD
Dollarkurs sinkt angesichts schlechter Wirtschaftsdaten


Der Dollarindex ging gestern weiter zurück und fiel auf 79,619 gegenüber dem Mittwoch-Wert von 80,179. Grund war der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP), der schlechter als erwartete Ergebnisse aufzeigte. Verschlimmernd kam noch hinzu, dass China den Antrag gestellt hat auf dem nächste Woche in Italien stattfindenden G8-Gipfel das Thema globale Leitwährung zu diskutieren.Zunehmende Risikobereitschaft hat in jüngster Zeit den Handel beherrscht, trotz überwiegend pessimistischer Wirtschaftsdaten. Die Erholung an den Aktienmärkten hat zu dieser Risikobereitschaft beigetragen, was den Dollarkurs weiter unter Abwärtsdruck setzte. Schlechter als erwartete Ergebnisse bedeuten nicht länger automatisch, dass Händler sich in die Sicherheit des Dollar zurückziehen, da bei positiver Aktienmarktlage die Risikobereitschaft hoch bleibt. Des Weiteren haben negative Wirtschaftsdaten aus den USA zusammen mit einem ausgedehnten Haushaltsdefizit und Inflationsbefürchtungen dafür gesorgt, dass Bedenken über die Zukunftsperspektiven des Dollar geäußert werden. Dieses hat die Stimmung für den Dollar entsprechend sinken lassen.In Vorfeld zum Unabhängigkeitstag-Wochenende am 4. Juli wird am heutigen Donnerstag angesichts der für 12:30 MGZ vorgesehenen Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung und der neuen Arbeitslosenquote, sowie der zeitgleich stattfindenden Pressekonferenz der EZB, ein ziemlich volatiler Handel erwartet, der bestehende Trends noch verstärken könnte.

EUR
EUR im Aufwind angesichts erhöhter Risikobereitschaft


Der EUR setzte gestern seinen Aufschwung verglichen zum USD fort und erreicht seinen höchsten Wert seit fast einem Monat. Die europäische Währung erhielt zusätzlichen Rückenwind nachdem besser als erwartete Ergebnisse der deutschen Einzelhandelsumsätze bekannt wurden. Da Deutschland den größten Wirtschaftsfaktor in der Eurozone darstellt hat das einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Bewegungen des EUR. Die EUR/USD-Paarung stieg auf den Höchststand von $1,4201 nachdem der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung schlechter als erwartete Ergebnisse aufzeigte. Bei Handelsschluss jedoch lag der EUR/USD-Kurs bei 1,4115, dieweil die Paarung USD/JPY bei 136,33 Yen schloss, gegenüber Vorwert von 135,82. Das Pfund Sterling schloss bei $1,6464 gegenüber $1,6449.Händler sollten der EZB-Pressekonferenz um 12:30 MGZ große Aufmerksamkeit zollen, da Themen wie währungspolitische Maßnahmen und Konjunkturaussichten zur Sprache kommen. Es wird zwar erwartet, dass der Leitzinssatz unverändert bei 1% belassen wird, doch dürfte es interessant sein, etwas über das neu Covered-Bond Aufkaufprogramm der Bank und den Fortschritt der Maßnahmen zur Lockerung der Geldmarktpolitik zu erfahren. Hier dürften Anzeichen für die Richtung des EUR-Kurses zu finden sein und ob er seine jüngsten Gewinne wohlmöglich noch erweitern kann.

JPY
JPY verzeichnet Gewinne zum USD im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger US-Wirtschaftsdaten


Der Yen verzeichnete Kursgewinne im Vergleich zum Dollar im Vorfeld der Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung und der Arbeitslosenquote, die wahrscheinlich belegen wird, dass die Arbeitslosigkeit in den USA den höchsten Stand seit 25 Jahren erreicht hat. Bis zu einem gewissen Grad spornte das auch die Nachfrage nach der Sicherheit des JPY an. Händler sollten sich bewusst sein, das die Paarung USD/JPY das Paar ist, dem nach Bekanntgabe der US-Daten heute die größte Aufmerksamkeit gelten wird.Die japanische Währung hatte in jüngster Zeit unter zunehmendem Optimismus und erhöhter Risikobereitschaft bei Investoren zu leiden, da diese sich von der relativen Sicherheit des JPY höhere Erträge erzielenden Währungen zuwandten. Obwohl die Risikobereitschaft an den Märkten hoch bleibt, könnten schlechter als erwartete Ergebnisse aus den USA den JPY beim heutigen Handel dennoch zu Kursgewinnen verhelfen.

Rohöl
Bekanntgabe der Rohöl-Bestandsdaten lässt Rohölpreis unter $70 fallen


Der Rohölpreis fiel am Mittwoch um über $2,50 oder 5% auf $69,01 pro Barrel. Dieser Preisrückgang erfolgte nachdem die U.S. Energy Information Administration (EIA) bekannt gab, dass die Rohölbestände um 18,3% höher sind als im vergangenen Jahr. Trotz sinkender Bestände in den letzten 4 Wochen bleibt die Nachfrage weiterhin gering, wohingegen auf der Lieferseite ein Überangebot besteht. Obwohl die Aktienmärkte jüngst Gewinne zu verzeichnen hatten und der Dollar weiterhin Schwäche aufweist ist es dem Rohölpreis nicht gelungen den Wert von über $72 zu halten. Grund dafür sind nach wie vor schwache Nachfrage und hohe Lagerbestände. Der heutige Handel könnte dem Ölpreis etwas Aufwind verleihen, da die für heute erwarteten US-Arbeitsmarktdaten den jüngsten rückläufigen Trend des Dollar noch verschärfen könnten.

Technische News
EUR/USD


Die EUR/USD-Paarung erlebte gestern einen kräftigen Aufwärtsschub als das Paar den Wert von 1,4200 erreichte. Seitdem geht es jedoch abwärts, und die Paarung handelt derzeit um die 1,4120. Beim Tages-Chart bewegt sich der Kurs im neutralen Bereich, der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart und der MACD auf dem Stunden-Chart zeigen jedoch an, dass sich das Abwärts-Momentum fortsetzen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte heute zu erheblichen Gewinnen führen.

GBP/USD
Die Paarung schloss den gestrigen Handel im neutralen Bereich relativ unverändert bei 1,6464. Ein Blick auf den RSI beim Tages-Chart zeigt, dass sich das Paar im überkauften Bereich bewegt und dass eine kräftige Abwärtsbewegung jederzeit stattfinden könnte. Sich diesem Trend zu einem frühen Zeitpunkt anzuschließen könnte sich auszahlen.

USD/JPY
Dieses Paar steht derzeit beim Wert von 96,60. Es scheint, als wäre die jüngste Rückläufigkeit der USD/JPY-Paarung nur von kurzer Dauer, da der RSI auf dem 4-Stunden-Chart belegt, dass noch viel Kraft in der Paarung steckt. Außerdem zeigt der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart an, dass wir noch heute einen Aufwärtstrend sehen könnten. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte für heute eine kluge Wahl sein.

USD/CHF
Diese Paarung hat sich in den vergangenen Tagen recht volatil gezeigt und handelte in einer Spanne zwischen 1,0700 und 1,0920. Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zeigt an, dass sich das Paar heute rückläufig verhalten wird. Dem hingegen lässt der MACD auf dem Stunden-Chart den Schluss zu, dass in den kommenden Tagen ein Aufwärtstrend bevorsteht. Bei dieser Paarung erst einzusteigen wenn klarere Signale vorliegen könnte sich für heute als eine kluge Entscheidung herausstellen.

Die Wild-Card
Rohöl


Der Rohölpreis wurde in den letzten Tagen schwer gebeutelt und steht derzeit bei $69,20 pro Barrel. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart lässt auf eine weitere rückläufige Bewegung für den Preis dieses Rohstoffs beim heutigen Handel schließen. Diese Annahme wird auch vom MACD auf dem Tages-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich heute für Forex -Händler als sichere Angelegenheit erweisen.

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