Donnerstag, 16. Juli 2009

Rohölpreis verzeichnet größten Anstieg seit 3 Wochen

Der Rohölpreis hält sich am Donnerstag gleich bleibend bei über $61 pro Barrel, nachdem er zuvor um 3,4% zugelegt hatte. Der Preisanstieg am Mittwoch erfolgte, nachdem zuvor die Energy Information Administration (EIA) bekannt gab, dass in der vorangegangenen Woche die Rohölbestände in größerem Umfang zurückgegangen sind als ursprünglich vorhergesagt. Das zusammen mit dem schwachen US-Dollar, der zu den anderen Haupt-Währungen nahe dem tiefsten Stand seit einem Monat handelte, unterstützte den Anstieg des Ölpreises. Investoren werden mit großem Interesse die Bekanntgabe der wöchentlichen US-Arbeitslosenzahlen, die später am heutigen Tag erfolgt, verfolgen, um nach möglichen Anzeichen für einen Aufschwung der weltgrößten Wirtschaft zu suchen.


Wirtschafts News

USD
Erholung an den Aktienmärkten lässt USD abstürzen


Gestern fiel der Dollar verglichen zu den meisten seiner Währungspartner, nachdem eine Erholung an den Aktienmärkten die Nachfrage nach der Sicherheit der US-Währung zurückgehen ließ. Der Dollar schloss gestern zum EUR um 1% niedriger bei $1,4108, nachdem er zuvor schon mit $1,4135 den tiefsten Wert seit dem 2. Juli erreicht hatte. Zum Yen jedoch schloss der USD im Plus bei 94,36 gegenüber 93,39 am Dienstag. Die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Konjunkturberichts des Fed-Distriktes New York, die besser als erwartet ausfielen, und der den Erwartungen entsprechende Verbraucherpreisindex setzten den Dollar weiter unter Druck. Die größten Aktivitäten fanden am Mittwoch an den Aktienmärkten statt, wo insbesondere US-Aktien einen kräftigen Aufschwung verzeichneten, nachdem Intel für das 2. Quartal sehr viel besser als angenommene Gewinne bekannt gab. Solche Gewinnbekanntgaben werden sehr wahrscheinlich die Marktbewegungen in den kommenden Tagen bestimmen, da JP Morgan, Citigroup und Bank of America ihre Gewinne noch diese Woche veröffentlichen werden. Händler sollten den Bekanntgaben der neuen Arbeitslosenansprüche, den Bericht zu den TIC-Langzeit-Anschaffungen und den Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia um 12:30, 13:00 und 14:00 MGZ Aufmerksamkeit schenken, da die Daten die derzeitige rückläufige Stimmung beim Dollar entweder verstärken oder umkehren könnten.

EUR
EUR verzeichnet Kursgewinne aufgrund erneuten Markt-Optimismus


Der EUR profitierte von der Rückkehr zu Risikofreudigkeit und dem Aufschwung an den Aktienmärkten und handelte bei $1,4112 zum USD gegenüber dem Schlusswert von $1,3935 am Dienstag. Der EUR war auch zum Yen im Plus und schloss bei 133,12 gegenüber Vorwert von 130,14. Das britische Pfund Sterling stieg zum USD auf $1,6425 gegenüber $1,6270 am Dienstag. Der EUR zeigte sich relativ unbeeindruckt von der Tatsache, dass die jährliche Verbraucherpreis-Inflationsrate der Eurozone im Juni um 0,1% gefallen ist, was das zum ersten Mal seit ihrer Einführung der Fall ist. Das britische Pfund Sterling stieg zum Dollar um 0,6%, nachdem Aktiengewinne auf dem Finanzsektor erfolgten. Von den allgemeinen pessimistischen Wirtschaftsdaten, die am Mittwoch in Großbritannien veröffentlicht wurden zeigte sich das Pfund Sterling relativ unbeeindruckt. Die Daten belegten zwar, dass die Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung im Juni um die geringste Rate seit einem Jahr gestiegen ist, die allgemeine Arbeitslosenquote jedoch den höchsten Stand seit Januar 1997 erreicht hat. Da aus Europa heute keine wichtigen Wirtschaftsdaten zu erwarten sind, sollten Händler sich auf die Bekanntgaben aus den USA konzentrieren, da diese großen Einfluss auf die Währungspaarungen des USD haben könnten. Des Weiteren sollten Händler die fortgesetzten Bekanntgaben von Unternehmensgewinnen beachten, da sie weiterhin die Triebfeder für die Bewegungen an den Aktienmärkten sein werden und als solche die Nachfrage nach riskanteren Währungen, wie dem EUR und dem GBP bestimmen.

JPY
Yen-Kurs rückläufig da Investoren sich riskanteren Anlagewerten zuwenden


Der Yen fiel auf 133,01 EUR, nachdem er zuvor mit 2,1% den größten Rückgang innerhalb eines einzigen Tages seit Mai zu verzeichnen hatte. Zum USD fiel der Yen um 0,8% und handelte bei $94,25. Der Rückgang erfolgte nachdem ein Bericht aufzeigte, dass die US-Industrieproduktion im Juni weniger rückläufig war als vorhergesagt und die 2. Quartals-Gewinne der Intel Corp.'s höher als prognostiziert ausfielen. Der JPY hatte in den vergangenen zwei Wochen einen phänomenalen Aufschwung erlebt, da Investoren nach der Bekanntgabe schwacher US-Arbeitsmarktdaten bei der Sicherheit der japanischen Währung Zuflucht suchten. Dieser Aufschwung erfuhr am Montag jedoch sein jähes Ende, als sich abzeichnete, dass die Gewinne des zweiten Quartals sehr viel besser ausfallen würden als erwartet. Die Gewinne bei Goldman Sachs und Intel führten zu erneuter Risikofreudigkeit unter Investoren, ließen die Nachfrage nach dem Safe-Hafen-Yen schwinden und die nach riskanteren, höhere Erträge erzielenden Währungen steigen. Da sich die Aktienmärkte voraussichtlich weiter im Aufwind befinden dürften, ist es wahrscheinlich, dass der JPY während des heutigen Handels seine Kursverluste ausweiten wird.

Rohöl
Rohölpreis steigt da US-Lagerbestände zurückgehen


Der Rohölpreis stieg weiter an nachdem eine Erholung an den Aktienmärkten eingetreten war und die US-Rohöllagerbestände stärker zurückgegangen waren als erwartet. Der Rohölpreis für August-Lieferungen stieg am Mittwoch um 47 Cent, oder 0,8%, auf $62,01 pro Barrel. Der schwache Dollar und die kräftige Erholung am Aktienmarkt nach der Bekanntgabe der Intel-Gewinne trugen ebenfalls zur Steigerung des Ölpreises bei. Die Rohöllagerbestände fielen um 2,81 Millionen Barrel gegenüber den erwarteten 2,1 Millionen, und Raffinerien produzieren zu 87,9%, die höchste Auslastung seit August. Die Nachfrage bleibt jedoch weiterhin gering, und so ist es unwahrscheinlich, dass der Rohölpreis kurzfristig wieder $70 pro Barrel erreichen wird, sondern eher im Bereich von $60 bis $65 verharrt.

Technische News

EUR/USD
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart vermittelt gemischte Signale. Auch die Oszillatoren auf den 4-Stunden-Charst lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf den Stunden-Charts.

GBP/USD
Die rückläufige Formation auf dem Tages-Chart ist immer noch intakt, jedoch ist das Momentum schon recht schwach. Auf dem 4-Stunden-Chart zeigt sich auch schwache Rückläufigkeit, jedoch ohne klare Ausrichtung. Auf dem Stunden-Chart zeigt sich ebenfalls die Bildung eines rückläufigen Crosses, was den allgemeinen Abwärtstrend bestätigt. Händler sollten das Erreichen der Grenze der Handelsspanne abwarten und erst dann in den Handel einsteigen.

USD/JPY
Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart scheint sich ein rückläufiges Cross zu bilden, was darauf hindeutet, dass in Kürze eine Abwärtskorrektur stattfinden könnte. Beim RSI auf dem 4-Stunden-Chart scheint sich der Kurs im überkauften Bereich zu bewegen. Zu verkaufen und dann die bevorstehende Abwärtskorrektur abzuwarten dürfte für heute eine kluge Entscheidung sein.

USD/CHF
Diese Paarung handelt fortgesetzt ohne klare Ausrichtung. Das Stunden-Chart vermittelt gemischte Signale, und der Kurs bewegt sich meist im neutralen Bereich. Die Stunden-Charts vermitteln jedoch auch ein leicht zinsbullisches Momentum. Slow Stochastic und RSI auf dem Tages-Chart bestätigen, dass tatsächlich eine Aufwärtsrichtung vorliegt.

Die Wild-Card

Silber
Der jüngste Aufwärtstrend dieses Rohstoffs scheint langsam an Kraft zu verlieren. Die Spitzenwerte bei den Aufschwüngen steigen nicht mehr ganz so hoch, und die längerfristigen Oszillatoren zeigen eine bevorstehende Korrektur an. Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart scheint sich ein rückläufiges Cross zu bilden, und der wöchentliche Momentum-Oszillator deutet ebenfalls abwärts. Forex -Händlern bietet sich hier die großartige Gelegenheit sich dieser möglichen Trendumkehr bei einem sehr guten Preis anzuschließen und von dem bevorstehenden Preisumschwung zu profitieren.

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