Die Euphorie des vergangenen Monats über die Erholung am Aktienmarkt hat merklich nachgelassen, und der Dollar ist der Haupt-Nutznießer dieser Marktbedingungen. Der Dollar hat die Tendenz zu steigen wenn die Aktienmärkte fallen und die Risikofreudigkeit an den Devisenmärkten zurückgeht.
Wirtschafts News
USD
Dollar im Aufschwung da Risikobereitschaft schwindet
Gestern signalisierte ein Rückgang am Aktienmarkt das Ende höherer Risikobereitschaft, was dazu beitrug den Dollar verglichen zu EUR und GBP zu stärken. Der Dollar stieg auch auf ein 5-Monats-Hoch im Vergleich zum japanischen Yen und schloss oberhalb des psychologisch wichtigen Werts von 100 Yen. Der Dollar hat die Tendenz zu steigen wenn die Aktienmärkte fallen und die Risikofreudigkeit an den Devisenmärkten zurückgeht. Am Montag schloss der Dow Jones um 0,5% im Minus, und der EUR/USD-Kurs lag bei $1,3373 gegenüber Vorwert von 1,3572. Der GBP/USD-Kurs lag bei 1,4681 gegenüber 1,4927, wohingegen der USD/JPY-Kurs um 0,4% auf 100,53 Yen zurückging. Die Ankündigung der US-Notenbank sie sei dabei mit der Europäischen Zentralbank, der Bank of England, der Schweizer Nationalbank und der Bank of Japan neue Devisentauschgeschäfte zu vereinbaren, schlug sich gestern nicht sonderlich auf Bewertungen der Währungen nieder. Diese Maßnahme wurde als ein Schritt der US-Notenbank angesehen, Liquiditätsbedenken ausländischer Investoren zu zerstreuen, die US-Staatsanleihen erwerben. Die Haupttriebfeder an den Devisenmärkten war gestern der der Rückgang an den US-Aktienmärkten.Der Handel mit dem Dollar könnte sich diese Woche wieder an den Aktienmärkten ausrichten, da der Aufschwung des vergangenen Monats offensichtlich ein wenig verfrüht war. Der weltweit etwas positiveren Marktstimmung wurde beim gestrigen Handel ein Dämpfer verpasst und allen wurde die Realität der wirtschaftlichen Situation vor Augen geführt. Es hat nur sehr wenige Wirtschaftsindikatoren gegeben die da ein anderes Bild zeichneten. Bis auf weiteres könnte der EUR/USD-Kurs weiter bis zum nächsten Stützwert von 1,3250 fallen.
EUR
Pfund Sterling setzt seinen Aufwärtstrend fort
Die Wirtschaft der Eurozone zeigt weiterhin Zeichen der Schwäche, und gestern war da keine Ausnahme. Die europäischen Wiederverkäufe fielen um mehr als das Doppelte des vorhergesagten Wertes, da sich die wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert. Es handelte sich hierbei um den größten jährlichen Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen. Weiterer Schwund wurde auch in einer Studie über die Zuversicht von Investoren augenscheinlich, obwohl hier das Ergebnis ein klein wenig besser ausfiel als erwartet. Diese Daten belegen, dass die europäische Wirtschaft noch lange keine Anzeichen der Erholung vermittelt. Dieses Szenario spiegelt sich auch im Handel der EUR/GBP-Paarung wider. In den zurückliegenden 18 Tagen nahm das Britische Pfund Sterling im Vergleich zum EUR um 4% zu. Da in der letzten Woche aus Großbritannien besser als erwartete Wirtschaftsdaten berichtet wurden setzte sich der Trend der Kursgewinne fort. Vielleicht lag dieser Erfolg darin, dass die Bank of England ihren Referenzzinssatz auf 0% gesenkt hat, im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank, die die Strategie einer Scheibchenweisen Senkung des europäischen Leitzinssatzes verfolgt. Der heutige Handel mit den Kreuzen des EUR könnte durch die Bekanntgabe der monatlichen Fabrikationsdaten aus Großbritannien beeinflusst werden. Fabrikation macht etwa 80% der britischen Industrieproduktion aus. Demzufolge wird diese Bekanntgabe als ein führender Indikator angesehen. Sollte das Ergebnis besser ausfallen als der für den vergangenen Monat prognostizierte Rückgang um 1,4%, könnte der EUR/GBP-Kurs seinen Abschwung in Richtung des 0,9050 Werts fortsetzen.
JPY
Yen auf tiefsten Stand zum Dollar seit 5 Monaten
Der Yen setzt seinen Abschwung zum Dollar fort und erreichte während des gestrigen Handels seinen tiefsten Stand seit 5 Monaten. Nachdem die USD/JPY-Paarung den Wert von 101,42 erreicht hatte setzte sofort eine Kehrtwende ein. Während des frühen japanischen Handels wurde die Paarung nahe dem Wert von 100,50 gehandelt. Der jüngste Wertverlust des Yen ist auf eine erheblich gestörte japanische Wirtschaft und eine weltweite Erholung an den Aktienmärkten im vergangenen Monat zurückzuführen. Der leichte Wertanstieg des Yen frühen heutigen Morgen könnte ein Vorgriff auf die später am Tage stattfindende Pressekonferenz der Bank of Japan (BoJ) und das Verhalten der weltweiten Aktienmärkte sein. Ein optimistisches Statement seitens der BoJ könnte einige Händler veranlassen zu glauben, die BoJ würde ein rosigeres Finanzklima für Japan prognostizieren. Auch könnten weitere Verluste an den Weltweiten Aktienmärkten die Nachfrage nach dem Yen steigern. Sollte das eintreffen, könnte der Yen nahe dem Wert von 100,25 gehandelt werden.
Rohöl
Verluste an Aktienmärkten und ein starker Dollar lassen Rohölpreis kräftig sinken
Der Rohölpreis verzeichnete gestern einen starken Einbruch, da ein starker Dollar und schwache Aktienmärkte die Stimmung von Investoren dämpften. Da sich der Rohölpreis weitgehend an den US Aktienmärkten orientiert, ließen Sorgen über den Banken-Sektor und allgemeines Marktverhalten den Preis sinken. So verhielt es sich auch im vergangenen Monat, als der Aufschwung an den weltweiten Aktienmärkten den Rohölpreis ansteigen ließ. Diese Aufs und Abs beim Rohölpreis bieten Händlern eine exzellente Gelegenheit von der Markt-Volatilität zu profitieren. Da der Rohstoffmarkt sich im Allgemeinen ähnlich verhält wie die Finanzmärkte könnten Gewinne verzeichnet werden indem man sich an der Ausrichtung der US-Aktienmärkte orientiert. Falls sich der Trend mit Verlusten beim Dow Jones heute fortsetzt könnte der Rohölpreis heute bei $50 pro Barrel landen.
Technische News
EUR/USD
Gestern nahm die Paarung seinen Abwärtstrend wieder in Gänze auf, als sie den Wert von 1,34 durchbrach. Gegenwärtig deuten alle Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart abwärts, und es scheint, als stünde eine weitere rückläufige Periode unmittelbar bevor. Zu verkaufen könnte für heute eine bevorzugte Strategie sein.
GBP/USD
Das Cable zeigt weiterhin rückläufige Signale und handelt derzeit um den Wert von 1,4700. Auf dem Stunden-Chart ist der Kurs unter den unteren Grenzwert der Bollinger Bands gefallen, was vermuten lässt, dass die Paarung noch weiter absinken wird. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
USD/JPY
Die Aufwärtsbewegung auf dem 4-Stunden-Chart schreitet mit voller Kraft voran. Ein ausgeprägter zinsbullischer Channel wurde noch nicht durchbrochen, dieweil 101,50 das nächste Kursziel sein dürfte. Da das Tages-Chart diese Annahme ebenfalls bestätigt könnte kaufen für heute eine bevorzugte Strategie darstellen.
USD/CHF
Nachdem sie gestern bei 1,1406 ihren Spitzenwert erreicht hatte durchlief diese Paarung eine moderate rückläufige Korrektur. Ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zeigt, dass das Abwärts-Momentum noch intakt ist. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Rohölpreis befindet sich mal wieder im Fall, und das Barrel Light Sweet Crude wird derzeit um die $51 gehandelt. Momentan vermitteln alle Oszillatoren auf dem Tages-Chart rückläufige Signale, was darauf hindeutet, dass der Ölpreis weiter sinken könnte. Hier könnte sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit bieten sich einem sehr populären Trend anzuschließen.
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