Marktteilnehmer erwarten begierig die wichtigsten Wirtschaftsdaten die heute veröffentlicht werden. Es wird angenommen, dass die Europäische Zentralbank ihren Leitzinssatz um 50 Basispunkte senken wird und dass die die wöchentlichen US Arbeitslosenzahlen voraussichtlich sehr hoch sein werden. Diese beiden Ereignisse werden der Hauptmotor für das Währungsgeschehen an den Devisenmärkten sein.
Wirtschafts News
USD
US Arbeitslosengeldansprüche im Vormarsch
Der US-Dollar zeichnete schwach während des gestrigen Handels und korrigierte die kräftigen Gewinne der vergangenen Woche zum EUR und GBP. Grund dafür war, dass die heftigen Arbeitsplatzverluste auf dem Privatsektor die Befürchtungen einer länger anhaltenden US-Rezession auf Neue anfachten. Der USD fiel gestern leicht im Vergleich zum EUR und brachte die oft gehandelte Währungspaarung auf 1,3270. Ähnlich verhielt sich der Dollar zum britischen Pfund Sterling und schloss bei 1,4490.Der gestern veröffentlichte ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) zeigte auf, dass im Monat März 742.000 Menschen in den USA ihren Arbeitsplatz verloren. Diese Zahl lag erheblich über der die von Experten angenommen war. Hier haben wir erneut ein Anzeichen dafür, dass die wirtschaftliche Erholung in den USA in der Tat nur sehr langsam voranschreitet.Ein weiterer führender Indikator der gestern in den USA veröffentlicht wurde war der Bericht über noch nicht abgeschlossene, aber bereits vertraglich fixierte Immobilienverkäufe. Die Zahlen übertrafen die Markterwartungen bei weitem, schafften es aber nicht dem Dollar Stärke zu verleihen, da Investoren wohl auf weitere wichtige Schlüsseldaten warten, die heute bekannt gegeben werden, um sie in ihre Handelsstrategie einfließen zu lassen. Ein solcher Indikator ist heute der Bericht über US Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung. Es wird angenommen, dass in der vergangenen Woche 649.000 Menschen in den USA erstmalig einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt haben. Ein solches Ergebnis wäre eine logische Fortsetzung der jüngsten verdrießlichen Meldungen aus der US-Wirtschaft und droht den Dollar weiter zu schwächen. Händler sollten das Geschehen aufmerksam verfolgen, da jegliche entscheidende Information einen neuen Trend auf dem Markt auslösen könnte.
EUR
EUR schwankt im Vorfeld der heutigen EZB-Entscheidung zum Leitzins
Der EUR schloss den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen. Zum USD verzeichnete die 16-Nationen-Währung moderate Kursgewinne. Zum JPY handelte die Währung der Eurozone fast den ganzen Tag über in einer engen Handelsspanne, da sich gestern die meisten Marktdaten auf den Dollar konzentrierten. Die Einzelhandelsumsätze in Deutschland gingen im Februar unerwarteterweise zurück, wohingegen die Arbeitslosenzahl stieg, was den Befürchtungen hinsichtlich Arbeitsplatzsicherheit weiter Nahrung gab. Folglich haben europäische Firmen Schritte unternommen die Produktion zu reduzieren und Arbeitsplätze abzubauen, während der größte Konjunkturrückgang seit dem 2. Weltkrieg um sich greift. Der deutsche Geschäftsklimaindex sank im März auf den tiefsten Stand seit über 26 Jahren, und die Arbeitslosenzahl stieg im fünften aufeinander folgenden Monat. Folglich wird erwartet, dass die EZB heute ihren Leitzinssatz senken wird, während andere Regierungen bei staatlich unterstützten Investmentprogrammen ihr Heil suchen. Der Markt könnte in der Leitzinssenkung der EZB einen Schritt sehen um das Vertrauen von Investoren wiederherzustellen und um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise zu mildern. Im vergangenen Jahr zeigte sich die EZB in ihrer Geldpolitik weit weniger aggressiv als die US-Notenbank, doch als sich die Finanzkrise in Europa verschlimmerte sackte der Kurs des EUR im Vergleich zum USD stetig ab. Die Pläne der EZB zur Senkung des Leitzinssatze könnten jedoch einen positiven Effekt auf die Wirtschaft der Eurozone haben und dem europäischen Bankensektor versichern, dass man sich auf die EZB verlassen könne, wenn es darum geht Liquidität am Laufen zu halten und mehr Vertrauen in die Märkte zu bringen.
JPY
Yen mit gemischten Ergebnissen im Vergleich zu anderen Haupt-Währungen
Der japanische Geschäftsklimaindex stürzte auf ein Rekordtief da der Zusammenbruch der weltweiten Nachfrage das japanische Exportgeschäft zur Hälfte reduziert hat, was die Nation in eine seiner schlimmsten Rezessionen hat fallen lassen. Die am Vortag veröffentlichten Zahlen für steigende Arbeitslosigkeit und sinkendes Ausgabevolumen belegen anschaulich die besorgniserregende Tatsache, dass der Rückgang im Auslandsgeschäft die japanische Inlandswirtschaft auf das Schwerste getroffen hat. Experten erwarten, dass die japanische Wirtschaft in der ersten Hälfte dieses Jahres noch weiter schrumpfen wird, was heißt, dass Japan im fünften aufeinander folgenden Quartal negatives Wirtschaftswachstum verzeichnen wird. Für heute werden aus Japan keine wichtigen Wirtschaftsdaten erwartet, doch sollten Händler die Ereignisse in der restlichen Welt aufmerksam verfolgen um die heutige Richtung des JPY einschätzen zu können. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die EZB-Pressekonferenz und die neuesten US-Arbeitsmarktzahlen gelegt werden, deren Ergebnisse um 11:45 respektive 12:30 MGZ veröffentlicht werden, da sie die wichtigsten Publikationen sein werden die heute den Kurs des Yen mitbestimmen können.
Rohöl
Rohölpreis sinkt unter $49 pro Barrel
Während des gestrigen Handels sank der Ölpreis leicht ab und schloss bei unter $49 pro Barrel, da weitere Anzeichen einer kranken Weltwirtschaft Befürchtungen hinsichtlich sinkenden Energieverbrauchs anwachsen ließen. Die International Energy Agency (IEA) gab bekannt, dass die Rohölbestände auf 359,4 Millionen Barrel angestiegen seien, was einem Plus von 15,5% gegenüber Vorjahr und dem höchsten Stand seit 1993 entspricht. Einige Experten sind der Meinung, der Rohölpreis warte nur darauf sich aus diesem Preistal befreien zu können, doch die negativen Bestandszahlen verhindern diesen Aufschwung.Der Rohölpreis stieg in den vergangenen Monaten von $35 pro Barrel bis auf über $54 kräftig an und folgte damit der Erholung an den Aktienmärkten. Aber neue Anzeichen einer sich verlängernden Rezession, welche den Energiebedarf weltweit hat einbrechen lassen, drücken den Rohölpreis unter die psychologisch wichtige Grenze von $50.
Technische News
EUR/USD
Nachdem diese Paarung sich daran versuchte und letztlich auch den Widerstandswert von 1,3300 durchbrochen hat zeigt der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart ein rückläufiges Cross und der RSI bewegt sich im überverkauften Bereich. Das könnte auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur dieser Paarung hindeuten. Zu verkaufen könnte hier heute die richtige Wahl sein.
GBP/USD
Das zinsbullische Momentum des heutigen Morgen brachte die Paarung in eine überverkaufte Position, nachdem es ihm nicht gelungen war den Wert von 1,4600 zu durchbrechen. Der RSI des 4-Stunden-Chart bewegt sich derzeit im überverkauften Bereich, während sich beim Slow Stochastic ein rückläufiges Cross gebildet hat, was auf eine Abwärtsbewegung schließen lässt. Hier könnte sich eine gute Gelegenheit bieten zu verkaufen.
USD/JPY
Das Tages-Chart zeigt einen rückläufigen Trend, während die Paarung nahe dem Wert von 98,75 gehandelt wird. Der RSI auf dem Tages-Chart zeigt Handel im oberen Bereich, während sich beim Slow Stochastic Oszillator ein rückläufiges Cross bildet. Das könnte darauf hindeuten, dass es mit der Paarung heute noch abwärts geht. Zu verkaufen könnte hier heute die richtige Wahl sein.
USD/CHF
Es scheint als würde es zu einer Einpegelung des Kurses dieser Paarung kommen, da die Bollinger Bands auf dem 4-Stunden-Chart sich verengen, was auf eine bevorstehende volatile Kursbewegung hindeutet. Die meisten Oszillatoren zeigen jedoch keine klare Ausrichtung. Andererseits könnte Range Trading es Händlern ermöglichen ihre Gewinne zu maximieren indem sie bei Tiefständen kaufen und bei Höchstständen verkaufen.
Die Wild-Card
EUR/GBP
Der Abwärtsschub dieser Paarung vom frühen heutigen Morgen setzt den rückläufigen Trend fort. Jedoch vermittelt das 4-Stunden-Chart kräftige zinsbullische Signale. Beim Slow Stochastic hat sich ein zinsbullisches Cross gebildet, und beim RSI bewegt sich die Paarung im überverkauften Bereich. Die Bollinger Bands auf dem Tages-Chart verengen sich weiter, was darauf hindeutet, dass eine volatile Korrektur in Bälde einsetzen könnte. Forex -Händler könnten von dieser bevorstehendenvolatilen Bewegung profitieren indem sie bei eng gesetzten Stopps eine Long-Position eingehen.
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