Donnerstag, 2. April 2009

US Arbeitsmarkt- und Immobilien-Daten bestimmen heute das Marktgeschehen

Der Beginn eines neuen Monats wird immer von zwei wichtigen Ereignissen für den Devisenmarkt bestimmt: die Veröffentlichung von äußerst wichtigen US-Wirtschaftsdaten sowie die die Zunahme des Handels nachdem Angestellte ihren monatlichen Lohn erhalten haben. Zum Auftakt des Monats April erwarten Händler eine große Anzahl von wirtschaftlichen Veröffentlichungen aus den USA. Insbesondere zu erwähnen sind die Immobilien-, Arbeitsmarkt- und Inflations-Daten sowie der immer wichtiger werdende Bericht über die Rohöl-Lagerbestände. Falls Sie auf den richtigen Tag für den Einstieg in den Devisenhandel gewartet haben - dieser Tag ist da!


Wirtschafts News

USD
USD wird als die vorherrschendste Währung der Welt betrachtet
Im Vorfeld des diese Woche stattfindenden G20-Treffens war die US-Währung am Dienstag im Vergleich zu den meisten Haupt-Währungen im Minus. Analysten sind der Ansicht, dass Sorgen über den Finanz-Sektor und Anzeichen wachsender Spannungen vor dem morgigen Treffen der wichtigsten Führungskräfte der Welt, werden das Abwärtspotential des USD wohl limitieren. Nichtsdestotrotz sind die Aussichten für den Dollar im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern stark und stabil, und das trotz der anhaltenden Schwemme negativer US-Wirtschaftsdaten.Analysten sagen, dass sich der Markt bereits auf den bevorstehenden Gipfel der Haupt-Industrienationen am Donnerstag in London fokussiert, dieweil Investoren auf Maßnahmen zur Belebung der Weltwirtschaft hoffen. Indessen erreichte die US-Währung ihren höchsten Stand seit drei Wochen im Vergleich zum japanischen Yen mit einem Kurs von 99,36 Yen. Der Dollar stieg um mehr als 2% zum JPY, da schwache Wirtschaftsdaten und das Ende des Steuerjahrs japanische Investoren dazu veranlasste ihr Geld wieder in die Heimat zu bringen.Der Präsident der Weltbank erklärte am Dienstag, dass der Dollar nach wie vor die Leitwährung der Welt sei und dass eine starke US-Währung eine Schlüsselrolle spiele bei den Bemühungen die Welt aus der Wirtschafts- und Finanzkrise zu führen. Angesichts der wichtigen Rolle die der Dollar im weltweiten Finanzsystem spielt, sind die USA geradezu verpflichtet eine solide Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik zu betreiben.

EUR
Im Vorfeld der EZB-Entscheidung steht der EUR unter Druck


Die europäische Währung verzeichnete am Dienstag leichte Gewinne im Vergleich zum USD, nachdem Daten bekannt wurden wonach die US-Hauspreise im Januar gegenüber dem Jahr zuvor um den Rekordwert von 19% eingebrochen sind, was den Schluss zulässt, dass der US-Immobilienmarkt immer noch tief in der Rezession steckt. Zum Dollar legte der EUR 0,7% zu und schloss bei 1,3292. Experten sind der Ansicht die Kursgewinne des EUR könnten limitiert sein, doch Investoren sehen gespannt der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hinsichtlich einer Leitzinssenkung entgegen. Der EUR-Kurs könnte zum Dollar sinken, da Wirtschaftswissenschaftler davon ausgehen, dass die EZB am Donnerstag den Leitzinssatz auf 1% senken wird. Allerdings verzeichnet der EUR zum JPY einen Anstieg und zwar um 1,5% auf 130,20 Yen.Es wird angenommen, dass die EZB den Leitzinssatz um 50 Basispunkte senken wird und die Möglichkeit ins Auge fasst, es anderen großen Zentralbanken gleichzutun was unkonventionelle Maßnahmen betrifft den Geldfluss anzukurbeln. Grundlegende Daten von gestern belegen, dass die Inflation der Eurozone im März im Jahresvergleich ein Rekordtief von 0,6% erreichte, was ein weiterer Grund für eine Leitzinssenkung ist. Analysten sagen, dass die Inflationszahlen bestätigen, dass die Eurozone genauso Opfer der gegenwärtigen Krise ist wie die USA und Großbritannien und dass die EZB geradezu gezwungen ist aggressivere Maßnahmen einzuleiten. Überdies prognostizierte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag, dass die europäische Wirtschaft in diesem Jahr um 4,1% schrumpfen wird und weitere 0,3% in 2010. Diese ist die bislang pessimistischste Vorhersage aller institutionellen Konjunkturbeobachter.

JPY
Sorge vor Insolvenzen in der Automobilindustrie egalisiert frühere Verluste des Yen
Aufgrund der Erwartung, dass Präsident Obama zulassen werde, dass US-Automobilhersteller Insolvent anmelden müssen legte der Yen an Stärke zu und entwickelte sich wieder zu einer Zufluchtswährung in der weltweiten Finanzkrise. Der Yen stieg im Vergleich zum USD auf 98,67 gegenüber einem Frühwert von 99,47 und 98,96 gestern. Auch zum EUR stieg die japanische Währung und zwar auf 130,43 gegenüber 131,89 früher und 131,13 gestern.Allerdings war gestern kein sonderlich erfolgreicher Tag für die japanische Währung. Am letzten Tag des japanischen Steuerjahrs stürzte der Yen ab, bedingt durch die Nachfrage japanische Investoren für Fremdwährungen. Als ein Bericht der Bank of Japan (BoJ) belegte, dass die allgemeine Geschäftsstimmung auf ein absolutes Rekordtief gefallen ist, was die Nachfrage nach dem Yen merklich reduzierte, fiel der Kurs des JPY im Vergleich zum Dollar und verzeichnete den schlimmsten vierteljährlichen Verlust seit 2001. Auch zum EUR zeigte der JPY Schwäche, nachdem ein Bericht aufzeigte, dass die Betriebsleistungen im 5. Monat in Folge rückläufig waren und die Arbeitslosenquote auf den höchsten Wert seit 3 Jahren kletterte.

Rohöl
Rohölpreis schafft die $50-pro-Barrel-Grenze nicht


Der Rohölpreis fiel unter $49 pro Barrel als ein Regierungsbericht aufzeigte, dass die US-Lagerbestände auf den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren angestiegen sind. Am frühen Dienstag war der Rohölpreis noch angestiegen und brachte den monatlichen Zugewinn auf fast 11%. Grund dafür war die Erholung an den Aktienmärkten die die Investitionsstimmung ankurbelte, während ein schwächelnder Dollar die Dollar-Nominierten Warenpreise ansteigen ließ. Das Energieministerium wird seinen wöchentlichen Bericht heute um 14:30 MGZ veröffentlichen. Es wird angenommen, dass der Bestand an Benzin und destillierten Brennstoffen, wie Heizöl und Diesel, zurückgegangen ist. Der Ölpreis stieg gestern um $1,25 oder 2,6% auf $49,66 pro Barrel als der Aktienmarkt sich erholte und ein schwacher Dollar die Attraktivität dieser Ware verstärkte. Die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) und das US-Energieministerium reduzierten diesen Monat ihre Bedarfsschätzung für 2009. Sie erwarten, dass der Bedarf in diesem Jahr um mehr als 1Million Barrel pro Tag zurückgehen wird. Öllieferungen haben zugenommen nachdem die OPEC am 15. März vereinbarte die Förderquoten unverändert zu belassen und klarstellte, dass ihre Mitglieder die Förderung um weitere 800.000 Barrel pro Tag drosseln müsse um die existenten Zielvorgaben zu erreichen. Das nächste OPEC-Meeting ist für den 28. Mai in Wien vorgesehen.

Technische News

EUR/USD
Nachdem e seine leichte technische Korrektur vorgenommen hatte, scheint es als würde diese Paarung seinen allgemeinen Abwärtstrend wieder aufnehmen und handelt derzeit um den Wert von 1,3200. Da momentan alle Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart abwärts deuten scheint es, als könnte zu verkaufen für heute die bevorzugte Entscheidung sein.

GBP/USD
In den letzten zwei Tagen hat sich das Cable um den Wert von 1,4250 konsolidiert, ohne sich jedoch groß zu bewegen. Jedoch lässt eine Flag-Formation auf dem Tages-Chart vermuten, dass ein Aufwärtstrend bevorstehen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte für heute eine gute Strategie sein.

USD/JPY
Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen den Fibonacci-Schlüssel-Wert von 99,50 zu durchbrechen handelt diese Paarung derzeit um den Wert von 98,80. Ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart lässt auf eine bevorstehende rückläufige Umkehr schließen. Zu verkaufen scheint für heute die richtige Wahl zu sein.

USD/CHF
Diese Paarung handelt derzeit um den Wert von 1,1430 und scheint auf dem besten Weg sich wieder mal am Wert von 1,1550 zu versuchen. Sollte die Paarung diesen Widerstandswert tatsächlich durchbrechen könnte ein zinsbullischer Trend einsetzen mit dem Potential ggf. sogar den Wert von 1,1700 zu erreichen.

Die Wild-Card

Gold
In den vergangenen Tagen wurde Gold um die $920 pro Feinunze gehandelt. Eine dreifache Doji-Formation auf dem Tages-Chart zeigt an, dass ein heftiger Umschwung bevorsteht. Ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf dem Tages-Chart lässt vermuten, dass dieser Umschwung aufwärts gerichtet sein wird. Hier könnte sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit bieten sich diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.

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