Da in den USA für heute die Veröffentlichung negativer Wirtschaftsdaten, wie beispielsweise die neuen Arbeitslosenzahlen, die um 13:30 MGZ bekannt gegeben werden sollen, erwartet werden, gehen Analysten davon aus, dass der Kurs des Dollar, im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern, weiter fallen wird. Derweil wird Devisenhändlern geraten sich die Markt-Volatilität zunutze zu machen, während sich der Handel für diese Woche seinem Ende zu neigt.
Wirtschafts News
USD
Anhaltende Verschlechterung der Wirtschaftslage lässt Dollar schwächeln
Befürchtungen hinsichtlich der Überlebensfähigkeit von General Motors sowie von US-amerikanischen und europäischen Banken erschütterten die Devisen- und US-Aktienmärkte, was dazu führte, dass der USD beim gestrigen Handel, im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner, Einbußen hinnehmen musste. Auch einige besser als erwartete US-Wirtschaftsdaten konnten die Verluste, die der Dollar aufgrund des Absturzes an Wall Street hinnehmen musste, nicht wettmachen. Das mag an den Arbeitslosenzahlen liegen, die immer noch über dem 600.000 Wert liegen und die belegen, dass die US-Wirtschaft noch einen langen Weg vor sich hat, bis sie sich von der gegenwärtigen Wirtschaftskrise erholt hat.
Der Dollar schloss gestern, verglichen zum JPY um 60 Pips niedriger und brachte diese Währungspaarung auf 98,23. Das britische Pfund Sterling verzeichnete ebenfalls leichte Gewinne zum Dollar und schloss um 21 Pips höher bei 1,4176. Verglichen zum EUR jedoch stieg der USD um 38 Pips und schloss bei 1,2577. Die beiden erstgenannten Ergebnisse sind insofern interessant, als dass sowohl die Leitzinssenkung in Großbritannien als auch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Japan es gestern nicht schafften, das GBP und den JPY im Vergleich zum USD absinken zu lassen. Es ist allerdings auch sehr wahrscheinlich, dass die gestrige Schwäche des Dollar, verglichen zu einigen seiner Haupt-Währungspartner, wenigstens zum Teil der Tatsache zuzuschreiben ist, dass Anlegern bewusst wurde, dass der Dollar wohl etwas überbewertet war, was zu einer Umkehr bei den jüngsten Gewinnen des Dollar führte.
Für später am heutigen Tag werden die Publikationen einiger wichtiger Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet. Diese beinhalten den ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP), die Arbeitslosenquote und die Durchschnittlichen Stundenverdienste. Alle sollen um etwa 13:30 MGZ bekannt gegeben werden, und es wird angenommen, dass alle Werte schlechter ausfallen werden als die zuletzt veröffentlichten Zahlen. Sollten die tatsächlichen Daten also der Prognose entsprechen, dürfte der Dollar sein rückläufiges Verhalten von Donnerstag fortsetzen. Fallen die Zahlen jedoch besser als erwartet aus, wird der Dollar zu seinen Haupt-Währungspartnern Aufwind erhalten und gestärkt in die die vor uns liegende Handelswoche gehen.
EUR
Leitzinssenkung lässt EUR purzeln
Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) gestern den Leitzinssatz von 2,0% auf 1,5% gesenkt hatte, sackte die europäische Währung, im Vergleich zu den meisten ihrer Haupt-Währungspartner, ab. Die Verluste waren allerdings auch den Einbrüchen an den europäischen Aktienmärkten zuzuschreiben. Während die Wirtschaft der Eurozone sich in den zurückliegenden Monaten immer weiter verschlechterte stellt diese Leitzinssenkung ein Rekord-Tief für die Eurozone dar. Der EUR fiel im Vergleich zum USD um nahezu 40 Pips auf 1,2577 gegenüber dem gestrigen Wert von 1,2615. Zum Yen purzelte die europäische Währung um über 150 Pips und schloss bei 123,57. Des Weiteren fiel der EUR um 40 Pips zum GBP und schloss den gestrigen Handel bei 0,8870.
Nach der Leitzinssenkung und den jüngsten wirtschaftlichen Ereignissen in der Eurozone rechnen Investoren nun damit, dass EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in naher Zukunft weitere Zinssenkungen vornehmen werde, da sich die Konjunkturlage auch weiterhin verschlechtert. Diese Sichtweise ist auf Trichets Rede nach der Zinssatzentscheidung zurückzuführen, in der er warnte, dass sich die wirtschaftliche Abschwächung noch hinziehen könne. Auch geben Analysten zu bedenken, dass die Möglichkeit einer potentiellen wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone im zweiten Halbjahr 2009 durch Deflation zunichte gemacht werden könnte. Analysten zufolge müsse die EZB dem Beispiel der US-Notenbank folgen, um die wirtschaftlichen Voraussetzungen zu verbessern und der Rezession zu begegnen. Jedoch könnte sich die jüngste EZB-Leitzinssenkung als eine effektive Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Liquidität der Banken darstellen und somit mehr Vertrauen in Märkte bringen.
Für heute werden keine entscheidenden Wirtschaftsdaten aus der Eurozone erwartet. Der Trend des EUR dürfte mehr von den Entwicklungen in Großbritannien und den USA betroffen sein. Analysten sagen für EUR und GBP einen volatilen Handel voraus, da die Devisenmärkte sich auch weiterhin an den gestrigen Leitzinsentscheidungen für diese beiden Märkte ausrichten werden. Händler sollten aufmerksam die wirtschaftlichen Publikationen aus den USA und Großbritannien verfolgen, da diese zusätzliche Faktoren für die heutigen Bewegungen des EUR darstellen dürften. Insbesondere gilt das für den ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) und die US-Arbeitslosenquote, die später am Tage veröffentlicht werden.
JPY
Aufschwung des Yen setzt sich fort während sich die Wirtschaftskrise verstärkt
Die japanische Währung erfuhr während des gestrigen Handels einen kräftigen Aufschwung und verzeichnete Gewinne im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. Zum USD legte der JPY etwa 40 Pips und schloss den Handel bei 98,23. Seine Gewinne zum EUR waren um ein vielfaches dramatischer, und der Yen stieg um über 150 Pips und schloss bei 123,57. Das war die Folge der anhaltenden Sorge um die Wirtschaft der Eurozone und der Leitzinsentscheidung vom Donnerstag. Da auch Großbritannien seinen Leitzins senkte machte der JPY kräftige Gewinne von über 100 Pips zum GBP und schloss den Handel bei 139,30. Zu diesem Ergebnis trug auch die sich verstärkende Bankenkrise in Großbritannien bei.
Der gestrigen Stärke des Yen lagen auch weitere wichtige Faktoren zugrunde. Die Aktienmarkt-Indexe fielen gestern weltweit um mehrere Prozent, aufgrund anhaltender Befürchtungen eines sich verstärkenden wirtschaftlichen Abschwungs, der Händler veranlasste sich auf den Safe-Hafen-Yen zurückzuziehen. Für heute werden aus Japan keine wirtschaftlichen Publikationen erwartet. Jedoch dürfte der Yen auf Wirtschaftsnachrichten aus den USA und Großbritannien reagieren. Diese Veröffentlichungen dürften entscheidend dafür sein, mit welcher Stärke sich der JPY bis Mitte der kommenden Handelswoche entwickelt. Auf jeden Fall dürfte mit einem weiteren Aufwärtstrend des JPY zu rechnen sein, da Händler ihr Geld aus riskanteren Anlagegütern abziehen und in Safe-Hafen-Gütern anlegen.
Rohöl
Rohölpreis stürzt um 5% da weltweite Rezession sich verstärkt
Während des gestrigen Handels fiel der Rohölpreis um $1 oder 5% und schloss bei $43,89. Das war die Folge weltweit fallender Aktienmarkt-Indices und erneuter Befürchtung einer länger anhaltenden weltweiten Rezession und damit verbundenem Rückgang in der Nachfrage nach Rohöl. Diese Entwicklung trat ein, nachdem am Tag zuvor der Rohölpreis um 9% emporgeschossen war. Falls die derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen anhalten prognostizieren Analysten einen Rohölpreis von $40 pro Barrel zum Ende der kommenden Handelswoche.
Es sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass in jüngster Zeit der geringere Bedarf an Rohöl zum Verfall des Wertes des schwarzen Goldes beigetragen hat. Die gestrigen Einbußen an der Wall Street waren das letzte, was der Rohölpreis gebrauchen konnte, da Investoren bislang davon ausgegangen waren, dass der Preis zum Ende dieser Woche gar bei nahe $50 pro Barrel liegen könnte. Die für 13:30 MGZ vorgesehene Veröffentlichung des ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) und die US-Arbeitslosenquote, die sehr wahrscheinlich mit negativen Zahlen aufwarten werden, dürften zusätzlichen Druck auf den Rohölpreis ausüben.
Technische News
EUR/USD
Diese Paarung versucht sich am äußerst wichtigen Widerstandslevel von 1,2615. Der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart vermittelt gemischte Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Der RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich jedoch schon im überkauften Bereich, was auf eine in naher Zukunft bevorstehende zinsbullische Korrektur hinweist. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte eine zu bevorzugende Strategie sein.
GBP/USD
Der Aufwärtstrend verliert an Kraft, und das Paar konsolidiert sich um den Wert von 1,4180. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich schon im überkauften Bereich, was zeigt, dass der jüngste Aufwärtstrend an Kraft verliert und eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen scheint für heute eine gute Wahl zu sein.
USD/JPY
Das typische Range Trading auf dem Tages-Chart setzt sich fort. Sowohl RSI als auch Slow Stochastic bewegen sich im neutralen Bereich. Die Stunden-Charts vermitteln auch nur gemischte Signale ohne klare Ausrichtung. Auf ein klareres Signal zu warten, bevor man bei dieser Paarung heute in den Handel einsteigt, dürfte eine gute Strategie sein.
USD/CHF
Bei den Bollinger Bands auf dem Tages-Chart gab es einen kräftigen Durchbruch des unteren Grenzwerts, was auf eine Aufwärtskorrektur in naher Zukunft hinweist. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart zeigt, dass das Paar sich im überkauften Bereich bewegt, was diese Annahme unterstützt. Sobald die Umkehr stattgefunden hat, dürfte es eine gute Strategie sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
Die Wild-Card
Gold
Der Goldpreis stieg in der vergangenen Woche erheblich und erreichte seinen Spitzenwert bei $937,80 pro Feinunze. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch im überkauften Bereich, was darauf schließen lässt, dass der jüngste Aufwärtstrend an Kraft verliert und eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier dürfte sich Forex -Händlern eine gute Gelegenheit bieten, sich diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.
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