
USD
USD verzeichnet Zugewinne aufgrund negativer Basisdaten
Nachdem die Aktienmärkte vergangene Woche auf den tiefsten Stand seit 12 Jahren abgestürzt sind antwortete der USD ganz offensichtlich mit einer starken Wertsteigerung. Im Vergleich zu seinem Haupt-Währungsrivalen, dem EUR, legte der Dollar beim frühen Handel um fast 100 Punkte zu und wird derzeit nahe dem Wert von 1,2600 gehandelt. Ähnliche Zugewinne machte der Dollar verglichen zum GBP, wo der Tag bei 1,4313 begann und der derzeitige Kurs bei etwa 1,4260 liegt.
Als Ergebnis der sich abschwächenden Weltwirtschaft hat der US-Dollar in jüngster Zeit an Stärke zugenommen. Aufgrund von multiplen Rettungsplänen, Konjunkturpaketen und Absprachen über Inlandsinvestitionen sind viele große Hedge Fonds dazu übergegangen auf jene Währungen zu setzen, die vom Protektionismus profitieren. Wirtschaften die auf Exportgeschäfte angewiesen sind leiden typischerweise am meisten unter Protektionismus, wohingegen solche die mehr importieren die Fähigkeit besitzen, in Zeiten internationaler Rückschläge, verloren gegangenes Momentum wiederzuerlangen. Von genau einer solchen Aktion profitiert der USD.
Viele Banken und Finanzunternehmen ziehen sich aus riskanten Anlagegeschäften zurück und investieren lieber in Safe-Hafen-Währungen, wobei der Dollar ganz an der Spitze steht. Folglich erleben Händler eine Umkehr typischer wirtschaftlicher Folgerichtigkeiten. Je mehr sich die negativen Nachrichten aus den verschiedenen Wirtschaften anhäufen, umso mehr können Händler sich darauf verlassen, dass die vorrangigen weltweiten Safe-Hafen - wie USD und Gold - ihren Aufwärtstrend fortsetzen und sich zu Höhen aufschwingen, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die vor uns liegende Woche wird da nicht anders sein, wenn man bedenkt, dass die Veröffentlichungen einer Vielzahl wirtschaftlicher Indikatoren erwartet werden, die alle eine Weiterführung des allgemeinen wirtschaftlichen Leidenswegs vorhersagen.
EUR
Euro-Schwäche offenkundig da Anleger-Vertrauen sich vor Sorge krümmt
Da in den vergangenen Handelstagen der EUR im Vergleich zu den meisten seiner Währungs-Partner an Wert verloren hat, erscheint er handelswilligen Händlern immer weniger attraktiv. Bei einem Handel knapp unter dem Grenzwert von 1,2600, verglichen zum USD, legt diese Paarung an Abwärtsmomentum noch zu. Auch zum britischen Pfund musste der EUR Verluste hinnehmen und lag nahe dem 0,8840 Wert beim heutigen frühen Handel.
Die Tatsache, dass die Europäische Union (EU) kürzlich Hilferufe osteuropäischer Länder nach finanziellem Beistand nicht erhört hat, war für den Kurs des EUR nicht zuträglich. Was viele Analysten schon seit langem befürchten könnte sich bewahrheiten. Die Eurozone scheint sich in rivalisierende Lager aufzuspalten, die möglicherweise Handelsbeschränkungen und Protektionismus in dieser Region einsetzen könnten. Große Volkswirtschaften, wie beispielsweise Deutschland, wenden sich von den kleinen, schwerer getroffenen Wirtschaften in Ost-Europa ab. Folglich ziehen sich Investoren aus der 16-Nationen-Währung zurück.
Nach einer Anzahl wirtschaftlicher Publikationen, die klarmachten wie schlecht es um die Wirtschaft der Eurozone tatsächlich gestellt ist, scheint die Europäische Zentralbank (EZB) nun geneigt, den Leitzinssatz ein weiteres Mal auf den Rekordtiefstwert von 1,50% zu senken. Großbritannien könnte am kommenden Donnerstag diesem Beispiel folgen und seinen Leitzinssatz ebenfalls um 50 Basispunkte auf 0,50% senken. Händler haben bereits damit begonnen diese Zinssenkungen bei den Kursberechnungen in Erwägung zu ziehen, und viele Investoren sind der Meinung, dass die vor uns liegende Woche eine der bislang interessantesten Wochen in 2009 werden könnte, zumindest was den Devisenhandel betrifft.
JPY
Schwäche des JPY wird immer augenscheinlicher
Händler, die in jüngster Zeit mit dem JPY gehandelt haben, mussten erkennen, dass diese Insel-Währung einen Abwärtstrend eingeschlagen hat. Als die weltweite wirtschaftliche Rezession begann und Leitzinssätze radikal gesenkt wurden gab es einen Ansturm sich Carry Trades zu entledigen. Das trug zur Stärkung des JPY bei. Als die Volkswirtschaften dauerhaft negative Nachrichten verbreiteten wurde der JPY eine Safe-Hafen-Währung. Heute jedoch zeigt auch der JPY Anzeichen von kontinuierlichem Stress, was Investoren befürchten lässt, dass die japanische Währung sich der steigenden Flut nicht wird widersetzen können.
Nachdem er in den vergangenen Monaten, verglichen zu seinen Währungsrivalen, zu Höchstwerten gehandelt wurde, scheint der JPY nun alles was er gewonnen hat wieder zu verlieren. Die Vorahnung einer solch desaströsen Ereigniswende und die Währungsschwäche könnte der japanischen Wirtschaft zweifelsohne großen Schaden zufügen, von dem sie lange brauchen wird sich zu erholen. Der JPY wird derzeit auf dem tiefsten Stand in 2009 gehandelt und steht im Vergleich zum Dollar bei 97,55 und zum EUR bei 122,67. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Händler in naher Zukunft eine Wende dieses Trends erleben werden.
Rohöl
Rohöl-Bedarf wie auch der -preis weiter im Abschwung
Nachdem er vergangene Woche kurzfristig einen Höchststand von $45 pro Barrel erreicht hatte setzt der Rohölpreis seinen Abschwung fort. An zwei aufeinander folgenden Tagen fiel der Preis nun und steht derzeit knapp unter $44 pro Barrel. Das nachdem er am späten Handel am Freitag sogar bis auf $42,50 gefallen war.
Von vielen Analysten weltweit wird bestätigt, dass die andauernde weltweite Rezession verantwortlich ist für den Abwärtstrend des Ölpreises. Das wird auch weiterhin der Fall sein, da von vielen vorhergesagt wird, dass der Bedarf an Rohöl sich im Steuerjahr 2009 sogar noch weiter reduzieren wird. Solange das Gespenst der Rezession sich über Investoren abzeichnet, solange wird der Abwärtsdruck auf Energiepreisen lasten, und das trotz der jüngsten Produktionsdrosselungen seitens der OPEC.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen