Dienstag, 3. März 2009

USD stabilisiert sich als Obama verkündet Amerika werde sich erholen

In seiner Rede vor dem Kongress gab sich Präsident Barack Obama gestern die größte Mühe das Vertrauen in die Wirtschaft wieder anzufachen. Er sagte, dass Amerikas Wirtschaft sich erholen könne und dass das Land aus dieser Krise stärker als je zuvor hervorgehen würde. Sein jüngst verabschiedeter Konjunkturplan sei ein Werkzeug um mindestens 3 Millionen Arbeitsplätze zu erhalten, bzw. zu schaffen, sowie die Infrastrukturausgaben zu erhöhen. Gleichzeitig machte er klar, dass der Geldbetrag des Konjunkturplans in naher Zukunft sehr wahrscheinlich erhöht werden müsse. Als Resultat dieser positiven Nachrichten, und in Erwartung noch besserer für heute vorgesehener Veröffentlichungen über den Immobilienmarkt, hat sich der USD stabilisiert.

Wirtschafts News


Dollar-Kurs beeinflussende Faktoren können heute zu großer Volatilität führen

Im Vergleich zu den Haupt-Währungen schloss der Dollar den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen. Zum EUR fiel der USD gestern und brachte den Kurs dieser viel gehandelten Währungspaarung auf 1,2866. Ähnlich verhielt es sich beim CHF, und der Kurs dieser Paarung fiel von 116,70 auf 115,80 bei Handelsschluss. Der USD verzeichnete allerdings auch Aufwärtsbewegungen, wie beispielsweise beim JPY, zu dem er um über 150 Punkte anstieg und bei 96,70 schloss. Die einflussreichste Wirtschaftspublikation in den USA dürfte gestern der Bericht über das Verbrauchervertrauen gewesen sein. Das Verbrauchervertrauen erzielte im Februar ein Rekordtief, da die Amerikaner befürchten, dass die ohnehin schon schwer wiegende Rezession sich noch weiter verschlimmern wird. Die Auswirkungen der Finanzkrise der vergangenen Monate haben eindeutig beim Verbrauchervertrauen ihren Tribut gefordert. Bei der Einschätzung der gegenwärtigen Bedingungen haben Verbraucher den Arbeitsmarkt und die Geschäftsbedingungen als sehr ungünstig bewertet.

Präsident Barack Obama versucht diesen Bruch im Vertrauen mit seinem Konjunkturplan zu überbrücken, der seiner Aussage nach mehr als 3 Millionen Arbeitsplätze erhalten oder schaffen, Steuern senken und die Ausgaben für Infrastrukturmaßnahmen erhöhen wird. Der USD-Handel dürfte sich heute sehr interessant entwickeln, da die Bekanntgaben verschiedener wichtiger Wirtschaftsindikatoren vorgesehen sind. Ähnlich wie gestern beginnen diese Veröffentlichungen um 15:00 MGZ, und als erstes werden Eigenheimverkäufe aus Bestand und die Rohöl-Lagerbestände erwartet. Überraschenderweise wird angenommen, dass alle Daten ihre jeweiligen Vorwerte übertreffen werden, was dem USD einen kräftigen Aufwärtsschwung verpassen könnte. Händler sollten heute nahe am Markt bleiben, da eine große Chance besteht von der, sich aufgrund dieser Publikationen entwickelnden Fluktuation zu profitieren.

EUR
EUR gestärkt durch weltweite wirtschaftliche Schwäche


Beim gestrigen Handel sah der EUR eine starke Aufwärtstendenz, und er erfuhr eine Wertsteigerung verglichen zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. So legte er im Vergleich zum USD um etwa 150 Punkte zu und schloss den Handel bei 1,2866.Der deutsche Geschäftsklimaindex rutschte im Februar ab, da die triste Wirtschaftslage auf die Stimmung drückte, obwohl der Konjunkturplan der Regierung dazu beitrug die Zukunftsaussichten für Unternehmen zu beleben. Der monatliche Ifo-Index fiel im Februar auf 82,6 Punkte gegenüber 83 im Vormonat. Damit wurden die leichten Zugewinne des Januar ausgewischt, welche einem 7-monatigen stetigen Anstieg folgten, und die Vorhersagen mancher Wirtschaftswissenschaftler, der Index würde konstant bleiben oder gar leicht ansteigen, wurde widerlegt. Die deutsche Wirtschaft, die größte in Europa, fiel im vergangenen Herbst in die Rezession, als die weltweite Wirtschaftskrise die Nachfrage nach Exporten drastisch sinken ließ. Die Rezession verstärkte sich im 4. Quartal als die Wirtschaft um 2,1% schrumpfte.Für heute dürfte der wichtigste Finanz-Indikator der in Europa veröffentlicht wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt sein. Analysten gehen hier von einem unveränderten Wert aus. Händler sollten der heutigen Bekanntgabe große Aufmerksamkeit zollen, da ein besser als erwartetes Ergebnis sich positiv auf den Kurs des EUR auswirken könnte.

JPY
Japanische Wirtschaft steht vor schwerer Depression


Beim gestrigen Handel sah der JPY eine starke Abwärtstendenz, und er verlor im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern an Boden. Nachdem er sich einige Tage erholt hatte fiel der JPY verglichen zum USD, während der EUR/JPY-Kreuzkurs auf etwa 1,2443 anstieg. Die einzige Wirtschaftsnachricht aus Japan war gestern die Handelsbilanz, die jedoch kaum vom Vorhersagewert abwich, was die Volatilität auf ein Minimum beschränkte. Japans Exportwirtschaft musste im Januar einen Rekordeinbruch hinnehmen, da die Rezession in den USA und Europa die Nachfrage für japanische Autos drastisch zurückgehen ließ. Die Regierung zeigte sich bislang nicht in der Lage ein Konjunkturpaket zu verabschieden, dass, in Abwesenheit von Exportnachfragen, die Inlandsausgaben ankurbeln könnte. Premierminister Taro Aso bemüht sich krampfhaft vom Opposition geführten Oberhaus die Zustimmung für eine 10 Billionen Yen Finanzspritze zu erhalten, mit der Unternehmen und Haushalten geholfen werden soll, deren Stimmung nahe einem Rekordtief liegt. Für heute werden keine wirtschaftsrelevanten Publikationen aus Japan erwartet, doch gibt es eine Anzahl von Veröffentlichungen aus den USA, die die Währungspartner des Yen beeinflussen könnten. Händler sollten sich jedoch auf eine weitere Rückläufigkeit des JPY einstellen.

Rohöl
OPEC Produzenten bitten um Drosselung der Rohölförderung


Der Rohölpreis stieg gestern an als der US-Aktienmarkt anzog, was darauf hindeutet, dass es mit dem Energieverbrauch im weltgrößten Energieverbrauchenden Land wieder aufwärts gehen könnte. Zudem könnte die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) schon bereits im Februar damit beginnen die Produktion um 3,8% pro Tag zu drosseln, um den Ölpreis zu stabilisieren. Händler sollten jedoch den Haupt-US-Wirtschaftsindikatoren die heute veröffentlicht werden große Aufmerksamkeit zollen, insbesondere dem Regierungsbericht über die Rohöl-Lagerbestände. Die Befürchtung dass das nachlassende internationale Wirtschaftswachstum die Nachfrage nach Rohöl weiter drückt bleibt einer der Hauptgründe für das rückläufige Verhalten des Rohölpreises. Falls die weltweite Wirtschaftslage sich weiterhin so rapide verschlechtert, könnte der Rohölpreis noch schneller und tiefer fallen als erwartet.

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