Da heute nur wenige wirtschaftliche Indikatoren veröffentlicht werden richten sich aller Augen auf die neuseeländische Notenbank, die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), von der erwartet wird, dass sie ihren Leitzinssatz um 50 Basispunkte senken wird. Neuseeland hat derzeit noch einen der höchsten Leitzinssätze weltweit, doch da die Rezession inzwischen so gut wie jede größere Volkswirtschaft befallen hat, wird der Abstand zwischen den einzelnen Zinssätzen nach und nach verringert, was auch die Währungen der jeweiligen Länder schwächt.
Wirtschafts News
USD
Volatilität des USD wird aufgrund zu erwartender Aufregung am Markt zunehmen
Während des gestrigen Handels blieb der Kurs des Dollar im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner relativ unverändert. Händler warteten die Rede des US-Notenbankpräsidenten Bernanke ab, in der er sich für eine zügige Revision der US Finanz-Vorschriften stark machte, um die Hoch-und-Tief-Zyklen auf den Finanzmärkten auszugleichen. Der USD stabilisierte sich letztlich und schloss zum EUR bei 1,2693 und bei 1,3767 zum GBP.
Bernanke schlug vor, dass Legislative und Judikative alle Punkte überdenken mögen, angefangen beim Betrag den Firmen für potentielle Handelsverluste und Depositen-Versicherungsgebühren beiseite legen, bis zu Schutzvorkehrungen für Geldmarktfonds. Seine Bemerkungen ließen erkennen, dass die USA, wie in der Vergangenheit die Schwellenländer, es über die vergangenen 1 ½ Jahrzehnte nicht verstanden haben ihren Kapitalfluss nicht richtig zu handhaben. Optimismus verbreitete sich an den weltweiten Märkten nachdem ein Memo des Vorstandsvorsitzenden der Citigroup bekannt wurde, in dem er sich dahingehend äußerte, dass der in Schwierigkeiten geratene Bankenriese in den ersten zwei Monaten des Jahres Gewinne verzeichnete und dass er zuversichtlich sei, dass nach schweren internen Stresszeiten das Unternehmen Stärke beweisen werde.
Investoren legten diese Bemerkungen als ein Zeichen für eine Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftslage aus. Für heute werden nur wenige Publikationen aus der US-Wirtschaft erwartet. Diese werden jedoch für die Kreuzkurse des USD die Richtung vorgeben. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei dem Bericht über die US Rohöl-Lagerbestände gelten, wobei angenommen wird, dass die Zahlen die Vorwerte übersteigen werden, was auf wirtschaftliche Wachstumserwartungen beim weltgrößten Energienutzer hinweist. Händler sollten sich diese Zahlen genau anschauen, da hier durchaus eine Korrelation zum Kurs des US-Dollar besteht. Ebenfalls heute wird der US Bundeshaushaltssaldo erwartet, der auch seine Wirkung auf die Märkte haben dürfte, da unvorteilhafte Zahlen den angeschlagenen US-Markt negativ beeinträchtigen werden und der Kurs des USD sich folglich abschwächen würde.
EUR
Wird der EUR heute weiter im Aufwind bleiben?
Trotz eines relativ negativen Nachrichtentags gelang es dem EUR, im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner, zuzulegen. Zum Schweizer Franken stieg der EUR um etwa 100 Punkte und schloss bei 1,4783. Zum USD und zum JPY schwankte der Kurs des EUR allerdings nur in einer sehr geringen Spanne.Die gestrige Haupt-Wirtschaftsnachricht aus der Eurozone war die Veröffentlichung der deutschen Handelsbilanz, die etwas geringer ausfiel als von Analysten vorhergesagt. Die deutschen Exporte gingen im Januar im 4. aufeinander folgenden Monat zurück, was Europas größte Volkswirtschaft weiter in wirtschaftliche Verzweiflung stürzte.
Deutschland kämpft gegen die schlimmste Rezession in über 60 Jahren an, da der weltweite wirtschaftliche Abschwung Exporte mindert, Firmen zwingt ihre Produktionsmengen herunterzufahren und Arbeitsplätze vernichtet. Die deutsche Wirtschaft ist allein in diesem Jahr um 2,1% geschrumpft, dem höchsten Wert in mehr als 20 Jahren und verzeichnete Einbrüche in drei aufeinander folgenden Quartalen. Für heute dürfte der wichtigste Finanz-Indikator aus Europa die Bekanntgabe der britischen Handelsbilanz sein. Analysten prognostizieren hier einen Anstieg gegenüber dem Vorwert. Händler sollten dieser Veröffentlichung große Aufmerksamkeit zollen, da ein besser als erwartetes Ergebnis dem EUR weiterhin kurzfristig Aufwind verleihen könnte.
JPY
JPY weiterhin stark; japanische Wirtschaft weiter im Abschwung
Der JPY verzeichnete aufsteigende Ergebnisse im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungsrivalen. Der Kurs des JPY wurde in letzter Zeit vorrangig vom Verhalten der anderen Haupt-Währungen bestimmt, da in Japan nur ein Haupt-Indikator veröffentlicht wurde. Der JPY schloss den gestrigen Handel verglichen zum USD im Plus bei 98,53 und hielt diesen Zugewinn auch beim heutigen frühen Handel bei. Die japanische monatliche Kernrate der Maschinenbestellungen im Privatsektor fiel im Januar im 4. aufeinander folgenden Monat.
Das ist der längste Verlustzeitraum in den vergangenen 20 Jahren mit heftigen Exporteinbrüchen und sich in nichts auflösenden Gewinnen. Japan verzeichnete im Januar auch sein erstes Leistungsbilanzdefizit seit 13 Jahren, was bedeutet, dass Firmen über weniger Mittel verfügen um in Produktionsanlagen und Ausrüstung zu investieren. Firmen prognostizieren einen Gewinneinbruch um 86% in diesem Steuerjahr, wobei Exporteure die Hauptleidtragenden dieses Rückgangs sein werden. Die Stimmung unter Japans größten Herstellern fiel im vergangenen Jahr merklich ab, da die Firmen Ausgabenkürzungen vornahmen und Arbeitsplätze abbauten, was die Wirtschaft weiter in die Rezession stieß und den Kurs des JPY schwächte.
Rohöl
Förderungsdrosselungen seitens OPEC für nächste Woche erwartet
Nachdem der Rohölpreis, in Vorahnung der OPEC-Entscheidung am 15. März in Wien, auf über $48 pro Barrel angestiegen war, fiel er gestern wieder. Sollte die OPEC weitere Drosselungen der Förderung vornehmen wird der Rohölpreis sich kurzfristig festigen und sogar ansteigen. Für heute dürfte eine der wichtigsten Wirtschaftsveröffentlichungen die Bekanntgabe der US Rohöl-Lagerbestände sein.
In den vergangenen Monaten hat dieser Bericht mehr und mehr an Bedeutung gewonnen, da die Bewegungen beim Rohölpreis zu einer Haupt-Triebfeder am Markt geworden sind. Die Erwartungen liegen bei einem Anstieg um 100.000 Barrel gegenüber dem letztmonatigen Rückgang um 700.000 Barrel. Aufgrund der Bedeutung des Rohöls im heutigen Markt können und sollten Händler um den Zeitpunkt der Bekanntgabe der Lagerbestände herum, 14:30 MGZ, mit großer Volatilität am Markt rechnen.
Technische News
EUR/USD
Diese Paarung scheint sich einzupendeln, da alle Oszillatoren neutrale Signale vermitteln. Jedoch beginnen die Bollinger Bands auf den 4-Stunden- und dem Tages-Chart sich zu verengen, was anzeigt, dass eine volatile Kursbewegung in naher Zukunft einsetzen könnte. Aufgrund der jüngsten Trends und dem aufwärts zeigenden Momentum dürfte die volatile Bewegung aufwärts gerichtet sein. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen dürfte für heute eine kluge Entscheidung sein.
GBP/USD
Der jüngste Kursrückgang dieser Paarung lässt den Kurs sich weiter im überverkauften Bereich bei RSI auf dem 4-Stunden- und Tages-Chart bewegen, was auf Aufwärtsdruck hindeutet. Während das Momentum scheinbar noch abwärts deutet, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir im Laufe des Tages noch eine Reihe Aufwärtskorrekturen erleben werden. Bei diesen Fluktuationen bei Tiefständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen könnte sich für heute als eine gute Strategie erweisen.
USD/JPY
Die anhaltende Aufwärtsbewegung dieser Paarung hat angefangen die Langzeit-Oszillatoren, wie den RSI des Tages-Chart, in den überkauften Bereich zu drängen. Dadurch wurde scheinbar Abwärtsdruck auf den Kurs dieser Paarung ausgeübt, und der Kurs hat angefangen sich einzupendeln. Da das Momentum sich mehr der Abwärtsrichtung zuneigt, dürfte bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen eine gute Strategie sein.
USD/CHF
Der Kurs dieser Paarung bewegt sich nahe dem oberen Grenzwert der Bollinger Bands auf dem Stunden- und 4-Stunden-Chart, was auf dezenten Abwärtsdruck hindeutet. Da beim RSI auf dem Stunden-Chart der Kurs sich derzeit im überkauften Bereich bewegt, verstärkt sich die Annahme einer Abwärtskorrektur. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute eine kluge Wahl sein.
Die Wild-Card
Gold
Der Preis dieser Ware ist beim RSI auf dem 4-Stunden- und Tages-Chart in den überverkauften Bereich getreten, was darauf hindeutet, dass eine Aufwärtskorrektur bevorstehen könnte. Der jüngste Preisrückgang liegt innerhalb einer Spanne, deren Höchstwert im Oktober vergangenen Jahres erreicht wurde und die nunmehr im unteren Bereich angelangt ist.
Das zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt die Annahme, dass in naher Zukunft ein Aufwärtsschwung stattfinden könnte. Forex -Händlern bietet sich hier eine großartige Gelegenheit entweder die Aufwärtsumkehr nach dem Umschwung zu nutzen, oder abzuwarten bis der Trend durchbrochen wird, dann zu verkaufen und die Abwärtsbewegung, die kurz darauf einsetzen könnte, auszusitzen.
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